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Die Kraftstoffkrise in Kuba beginnt auch außerhalb der Insel spürbar zu werden: Fachgeschäfte in Kanada berichten von Schwierigkeiten, neue Lieferungen kubanischer Zigaretten zu erhalten, aufgrund der energie- und logistisch bedingten Probleme, mit denen das Land konfrontiert ist.
Laut einem Bericht, der von Radio Canada veröffentlicht wurde, haben mehrere Händler und Vertriebe darauf hingewiesen, dass die Habanos seltener und in geringeren Mengen ankommen, was in einigen Geschäften zu Engpässen führt.
Jay Henderson, Eigentümer des Geschäfts La Casa del Habano in Windsor, Ontario, erklärte, dass sein Unternehmen seit Dezember keine Lieferung mehr erhalten hat und dass sich die Situation möglicherweise prolongieren könnte.
Der Händler erklärte, dass die internationalen Händler begonnen haben, Rationierungssysteme anzuwenden, aufgrund der Produktions- und Exportschwierigkeiten von der Insel.
Spezialisten der Branche weisen darauf hin, dass der Mangel an Treibstoff die gesamte Produktionskette des Tabaks in Kuba beeinträchtigt, obwohl das Regime kürzlich die Einführung von Sonnenenergie im Sektor angekündigt hat.
Der Transport des Tabaks von den Plantagen, der Transfer von Arbeitern zu den Fabriken und der Versand der fertiggestellten Produkte hängen von einem Logistiksystem ab, das jetzt erheblichen Einschränkungen gegenübersteht.
Sheldon Lloyd Smith, Präsident der Cigar Association of Canada, erklärte, dass die Branche der Premium-Zigarren in den letzten Jahren bereits unter globalen Druck stand und die aktuelle Energiekrise in Kuba das Problem verschärft hat.
Hinzu kommen andere Faktoren wie Naturkatastrophen, die steigende weltweite Nachfrage nach Habanos und arbeitsrechtliche Probleme innerhalb der kubanischen Tabakindustrie.
Laut Daten aus der Branche arbeiten Fabriken, die zuvor mit etwa 400 Torcedores betrieben wurden, jetzt nur noch mit rund 80, was die Schwierigkeiten aufzeigt, die Produktion aufrechtzuerhalten.
Angesichts dieses Szenarios beginnen einige kanadische Händler, vermehrt Premium-Zigarren anzubieten, die in Ländern wie der Dominikanischen Republik oder Nicaragua produziert werden, da diese derzeit über eine größere Kapazität verfügen, um der internationalen Nachfrage gerecht zu werden.
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