Kuba hat bereits auf den Straßen gesprochen: Was erwarten Trump und Rubio?

Donald Trump und Marco RubioFoto © Heute

In Kuba gibt es keine Zweifel mehr. Das Volk spricht. Und das geschieht jede Nacht.

Proteste gegen Stromausfälle, Töpferlärm, Rufe nach „Freiheit!“, Studenten, die Hunger in den Klassenräumen anprangern, Nachbarn, die sich in ganzen Stadtteilen den Behörden entgegenstellen. Und jetzt Morón: Eine Gemeinde, die auf die Straße ging, die Propaganda der Kommunistischen Partei verbrannte und erneut daran erinnerte, dass auch die Angst müde wird.

In der Zwischenzeit wird in Washington über Verhandlungen gesprochen.

Aber das wenig, was bekannt ist, kommt nur häppchenweise und fast immer durch Leaks oder indirekte Hinweise. Weder das kubanische Regime noch die amerikanische Administration haben echte Transparenz darüber geboten, was diskutiert wird oder was gefordert wird.

Das Problem ist, dass die Zeit in Kuba nicht in diplomatischen Mitteilungen gemessen wird. Sie wird gemessen in 20-stündigen Stromausfällen, in Krankenhäusern ohne Medikamente und in Familien, die nicht mehr wissen, wie sie Essen auf den Tisch bringen sollen.

Deshalb wird die Frage unter den Kubanern, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel, immer lauter gehört:

Welche weiteren Signale benötigt Washington, um zu handeln?

Die Kubaner in Miami fordern es jeden Tag. Die Kubaner auf der Insel rufen es auf den Straßen. Die Proteste sind kein Einzelfall mehr: Sie tauchen in Matanzas, in Havanna, in Ciego de Ávila, überall dort auf, wo die Menschen ohne Strom, ohne Nahrung oder ohne Geduld sind.

Das Regime ist geschwächt, fraktioniert und ohne Antworten. Doch wie alle autoritären Systeme versucht es, Zeit zu gewinnen. Druck gegen Versprechen zu verhandeln. Politischen Sauerstoff gegen symbolische Gesten.

Es ist eine alte Strategie.

Die Frage ist, ob Washington bereit ist, den historischen Moment, den Kuba erlebt, anzuerkennen.

Denn diese Fenster bleiben nicht für immer geöffnet.

Heute verliert das kubanische Volk die Angst.

Heute sieht sich das Regime zunehmend häufigen Protesten gegenüber.

Heute fordert die kubanische Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten echte Veränderungen.

Es ist jetzt oder nie.

Deshalb stellt sich die Frage erneut, unvermeidlich:

Was erwartet Marco Rubio?

Was erwartet Donald Trump?

Kuba hat bereits seine Botschaft gesendet.

Er sendet es jede Nacht von seinen Straßen.

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Meinungskolumne: Las declaraciones y opiniones expresadas en este artículo son de exclusiva responsabilidad de su autor y no representan necesariamente el punto de vista de CiberCuba.

Luis Manuel Mazorra

(Havanna, 1988) Direktor und Mitbegründer von CiberCuba.