Der junge Mann, der während der Proteste vor dem Sitz der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) in Morón, Ciego de Ávila, durch eine Kugel verletzt wurde, konnte entkommen und erhielt außerhalb der Provinz medizinische Hilfe, wie der Oppositionspolitiker José Daniel Ferrer bekanntgab.
In einem neuen Video, das in sozialen Netzwerken verbreitet wurde, zeigte der Anführer der UNPACU zum ersten Mal Bilder der Wunde am Bein des Jungen, die den Aufprall des Projektils evidenzieren, das, wie er erklärte, entfernt werden musste, nachdem es im Körper stecken geblieben war.
Ferrer versicherte, dass der Junge von nahestehenden Personen unterstützt wurde, die ihn aus Morón herausholten, um seine medizinische Versorgung zu gewährleisten, während die Behörden eine umfangreiche Suchaktion durchführten.
„Das Projektil durchdrang zuerst das Telefon, bevor es in das Bein eindrang“, erklärte der Opponent und zeigte auch das beschädigte Gerät, das seiner Aussage nach den Aufprall teilweise gedämpft hätte.
Bis jetzt wurde die Identität des Verletzten aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. Ferrer hatte bereits Tage zuvor gewarnt, dass der 19-Jährige sich versteckt hielt, während die Polizei aktiv in der ganzen Provinz nach ihm suchte.
Die neuen Bilder untermauern die Version, dass es tatsächlich Schüsse auf Demonstranten gab, was in direkter Widerspruch zur offiziellen Erzählung des Regimes steht, das unermüdlich den Einsatz von Feuerwaffen während der Unruhen bestreitet.
Der Moment wurde auf Video festgehalten, als ein Schuss zu hören ist und ein junger Mann verletzt zu Boden fällt, wobei er umgehend von anderen Demonstranten erste Hilfe erhalten und mit einem Moped transportiert wird.
In den Tagen nach den Protesten versicherten offizielle Sprecher, dass der angeblich Verletzte ein Jugendlicher sei, der gestürzt sei, und wiesen jede Opferzahl durch Schüsse zurück. Allerdings widersprach Ferrer dieser Version und stellte klar, dass der vom Propagandaapparat identifizierte junge Mann nicht die Person sei, die den Schuss erhalten habe.
Der Opponent berichtete ebenfalls von neuen Festnahmen nach den Demonstrationen. Unter den Verhafteten nannte er Raisel Crespo González, einen Anwohner aus Morón und Vater von zwei Kindern, der weiterhin inhaftiert ist.
Laut seinen Aussagen herrscht in dem Dorf die Angst, dass die Festgenommenen Strafen von 15 bis 30 Jahren Gefängnis wegen ihrer angeblichen Teilnahme an den Protesten vom 13. März bekommen könnten.
Die Demonstrationen in Morón brachen ausgehend von der Unzufriedenheit über die Stromausfälle, die Knappheit und die Wirtschaftskrise aus und waren geprägt von Slogans wie „Freiheit“ sowie Auseinandersetzungen in den Umgebung des PCC-Sitzes.
Mientras die Regierung weiterhin die Ereignisse leugnet, nähren die weiterhin ans Licht kommenden Bilder und die Zeugenaussagen von der Insel die Zweifel und die Ängste in einer Stadt, die nach der Protestveranstaltung immer noch unter starker Überwachung lebt.
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