Alina Bárbara López kritisiert Wirtschaftsreformen in Kuba: „Ohne politische Veränderungen gibt es keine Lösung.“

Alina Bárbara López: „In Kuba werden die Bürgerrechte nicht respektiert.“Foto © CiberCuba/Sora

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Die kubanische Intellektuelle Alina Bárbara López Hernández stellte die jüngsten wirtschaftlichen Reformen des Regimes in Frage und warnte, dass diese die Krise ohne tiefgreifende politische Veränderungen nicht lösen werden.

In einer Reflexion, die auf Facebook veröffentlicht wurde, wies die Akademikerin darauf hin, dass die Öffnung für Investitionen und Kapital, einschließlich der Diaspora, die strukturellen Probleme des Landes, die durch die fehlenden Bürgerrechte und die politische Exklusion geprägt sind, nicht anspricht.

„Ohne politische Veränderungen gibt es keine Lösung“, betonte er und bestand darauf, dass die Krise in Kuba nicht nur wirtschaftlicher Natur ist, sondern das Ergebnis eines Systems, das von Anfang an die Bürgerbeteiligung eingeschränkt hat.

López kritisierte, dass das Regime bereit ist, unter Druck mit internationalen Akteuren zu verhandeln, während es sich weigert, die eigenen Kubaner als legitime Gesprächspartner im Land anzuerkennen.

Auch wurde in Frage gestellt, dass in den Debatten über mögliche Reformen wichtige Aspekte wie die Amnestie für politische Gefangene, das Ende der Repression oder der Respekt vor den grundlegenden Rechten nicht erwähnt werden.

Seiner Meinung nach gehören diese Themen nicht zur offiziellen Agenda, da sie internen Forderungen entsprechen, die die Macht nicht bereit ist zu übernehmen.

Die Intellektuelle hielt es zudem für widersprüchlich, dass die Kommunistische Partei wirtschaftliche Veränderungen vorantreibt, ohne ihre politische Struktur zu ändern oder Verantwortung für die über Jahrzehnte angehäufte Krise zu übernehmen.

In diesem Sinne bezeichnete er es als inakzeptabel, eine offizielle Rhetorik aufrechtzuerhalten, die seiner Meinung nach nicht mehr der Realität des Landes oder den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht.

López Hernández betonte, dass der Wiederaufbau Kubas nicht nur Investitionen und wirtschaftliche Beziehungen zum Ausland erfordert, sondern auch Freiheiten, Rechte und eine echte Mitwirkung der Bevölkerung.

Ebenso verteidigte er die Rolle der Kubaner, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel, bei der Verteidigung dieser Veränderungen und warnte, dass man die Lösung von Problemen, die die Nation direkt betreffen, nicht an externe Akteure delegieren kann.

Ihre Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund einer wachsenden wirtschaftlichen und sozialen Krise, die von Stromausfällen, Knappheit und einem Rückgang der Lebensbedingungen geprägt ist, was das Unbehagen in verschiedenen Sektoren des Landes verstärkt hat.

Die Akademikerin betonte, dass Schweigen keine Option mehr ist und dass das bürgerschaftliche Engagement entscheidend ist, um echte Veränderungen in Kuba voranzutreiben.

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