Der Leiter des United States Southern Command (SOUTHCOM), General Francis L. Donovan, schloss kategorisch die Möglichkeit einer militärischen Operation in Kuba während einer Anhörung vor dem Ausschuss für bewaffnete Dienste des Senats aus.
Auf Fragen von Abgeordneten zu einem möglichen Szenario einer Intervention war Donovan eindeutig: Es gibt keinen Plan zur Invasion der Insel.
Obwohl er jegliche Absicht eines militärischen Handelns bestreitet, räumte der Leiter des Southern Command ein, dass die Vereinigten Staaten Notfallpläne für verschiedene Szenarien als Teil ihrer globalen Strategie aufrechterhalten.
In diesem Zusammenhang erklärte er, dass eine seiner Hauptverantwortlichkeiten in Bezug auf Kuba darin besteht, sich auf eine mögliche massive Migrationskrise vorzubereiten.
„Wir würden das Department für nationale Sicherheit bei einem massiven Migrationsereignis unterstützen“, bemerkte er und präzisierte, dass sich die Operationen auf das Meer oder die Marinebasis Guantánamo konzentrieren würden, wo Einrichtungen eingerichtet werden könnten, um Migranten zu betreuen.
Donovan hob auch hervor, dass eine seiner Missionen darin besteht, die Sicherheit der Botschaft der Vereinigten Staaten in Havanna zu gewährleisten, in ständiger Abstimmung mit dem diplomatischen Personal.
Laut seiner Erklärung hat das Südkommando häufigen Kontakt mit der diplomatischen Vertretung und hat kürzlich den Missionsleiter in Kuba, Mike Hammer, empfangen.
Die Aussagen erfolgen in einem Kontext wachsender politischer Druck auf das kubanische Regime, geprägt von der Wirtschaftskrise, längeren Stromausfällen und einem Anstieg der Proteste in verschiedenen Teilen des Landes.
Obwohl der kritische Diskurs aus Washington gegenüber Havanna zugenommen hat, machen Donovans Worte deutlich, dass derzeit eine militärische Intervention nicht zur Debatte steht, jedoch Vorbereitungen für mögliche Szenarien getroffen werden, die sich aus der Instabilität auf der Insel ergeben.
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