Turkish Airlines wird Ende März die Flüge nach Kuba aufgrund der Energiekrise und des Rückgangs des Tourismus einstellen

Die Gesellschaft fliegt am 29. März zum letzten Mal nach Havanna und wird die Strecke mindestens für April und Mai einstellenFoto © Wikimedia Commons

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Die Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) hat beschlossen, ihre Flüge nach Kuba vorübergehend auszusetzen, aufgrund der Treibstoffkrise, die das Land betrifft, und des Rückgangs der Tourismussnachfrage, berichten Quellen aus dem Luftfahrtsektor.

Die Gesellschaft wird ihren letzten Flug nach Havanna am 29. März durchführen und während der Monate April und Mai keine Routen zur Insel betreiben, in einem Kontext, der von zunehmenden logistischen Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Flugtreibstoff geprägt ist, berichtete die digitale Plattform für Luftfahrtneuigkeiten Airline Haber.

Die Knappheit an Spezialkraftstoff hat die kubanischen Behörden gezwungen, die Versorgung für internationale Fluggesellschaften zu begrenzen, was zu operativen Anpassungen bei mehreren Unternehmen geführt hat.

Einige haben versucht, ihre Routen durch technische Zwischenstopps zum Tanken in Drittländern aufrechtzuerhalten, aber die gestiegenen Kosten und die geringe Nachfrage haben zu neuen Stornierungen geführt.

Die Auswirkungen sind bereits im Tourismussektor sichtbar, der einen Rückgang der Buchungen in einem der Zeiten mit dem größten Besucheraufkommen verzeichnet, was die Betreiber und Reiseagenturen betrifft, die von der Luftverkehrsanbindung abhängen.

Die Entscheidung von Turkish Airlines reiht sich in einen breiteren Trend ein. Fluggesellschaften wie Air France, Air Canada, WestJet und Air Transat haben in den letzten Wochen Flüge nach Kuba ausgesetzt oder ihre Operationen erheblich reduziert, als Antwort auf dieselbe Treibstoffkrise, die die Flughäfen des Landes betrifft.

Dieses Szenario trifft direkt eine der Hauptquellen für Devisen der kubanischen Wirtschaft, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem der Tourismus bereits deutlich unter seinen historischen Niveaus operiert.

Obwohl die kubanische Regierung die Krise externen Faktoren zuschreibt, spiegeln die Stornierungen und Reduzierungen von Flügen auch angesammelte strukturelle Probleme wider, die die Fähigkeit des Landes eingeschränkt haben, grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und stabile Betriebsbedingungen für die internationale Industrie zu gewährleisten.

Die Aussetzung von Flugrouten durch Turkish Airlines bestätigt somit eine Verschlechterung, die bereits über den internen Rahmen hinausgeht und die Insel noch stärker zu isolieren beginnt, mitten in einer Energiekrise, die sich weiterhin verschärft.

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