Zwei junge Männer sterben bei gewalttätiger Auseinandersetzung mit Stichwaffen in Jagüey Grande, Matanzas

Marco Antonio Guerra GonzálezFoto © Facebook/Omar López.

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In den frühen Morgenstunden des 15. März hinterließ eine Szene in Jagüey Grande, Matanzas, einen bleibenden Eindruck. Was als Streit unter Jugendlichen begann, endete in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Klingenwaffen, die die gesamte Gemeinschaft erschüttert hat.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Diskothek „El Mambo“ in der Straße 13 der Gemeinde. Berichten von Anwohnern zufolge begann der Streit in einem nahegelegenen Park und verlagerte sich dann vor das Nachtlokal, wo die Situation außer Kontrolle geriet.

Unter den Opfern befindet sich Marco Antonio Guerra González, 28 Jahre alt, bekannt als „Marquito el Barbero“, ein junger Mann, der von Nachbarn als geliebt und respektiert beschrieben wird. Übereinstimmenden Berichten zufolge versuchte er, in den Streit zu vermitteln, wurde jedoch brutal angegriffen.

Laut Berichten, die in sozialen Medien verbreitet wurden, erhielt er mehrere Messerstiche in den Rücken, die lebenswichtige Organe beeinträchtigten, sowie eine schwere Prügel, die zu Schädelbrüchen führte. Er überlebte die Verletzungen nicht.

Der Vorfall hinterließ auch seinen 22-jährigen Bruder Dayan Guerra schwer verletzt, der mit mehreren Stichen angegriffen wurde und sich in kritischem Zustand befindet, so Zeugenaussagen. Angehörige haben um Gebetsketten für seine Genesung gebeten, während sie den Schmerz des Verlustes bewältigen.

Ein dritter Beteiligter wurde als „Yimi“ identifiziert. Seine Gang soll Maikel angegriffen haben. Inmitten des Konflikts griff Maikels Bruder ein und verursachte angeblich den Tod von „Yimi“, berichtete der Kriminalreporter Niover Licea.

Der Facebook-Profil „Con Todos La Victoria“, das mit dem Innenministerium verbunden ist, weist darauf hin, dass es bei dem Vorfall zum Einsatz von Messern und Macheten kam und dass mehrere der Beteiligten kurz danach festgenommen wurden. Dennoch bestehen große Zweifel unter den Anwohnern, die genauere Erklärungen verlangen.

Im Rahmen der Trauer ist der Schmerz in den sozialen Medien sichtbar geworden. „Du hast so etwas nicht verdient, du warst ein guter Junge, den alle mochten“, schrieb ein Angehöriger und spiegelte das Empfinden einer geschockten Gemeinschaft wider.

Es sind auch Fragen zur möglichen fehlenden rechtzeitigen Intervention aufgetaucht. Einige Berichte deuten auf eine angebliche Nachlässigkeit des Sicherheitspersonals vor Ort hin, die es ermöglicht hätte, dass die Gewalt bis zu einem tödlichen Ausgang eskalierte.

Heute trauert Jagüey Grande nicht nur um den Tod eines jungen Menschen, sondern belebt auch ein immer häufiger auftretendes Anliegen mit dem Anstieg der Gewalt unter Jugendlichen und dem Gefühl der Unschütztheit in öffentlichen Räumen.

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