Confisquen Trike von einem kubanischen Gefangenen, weil er sich weigerte, „Clarias und Chivatos“ in San Antonio de los Baños zu transportieren



Triciclero in San Antonio de Los Baños festgenommenFoto © Facebook / Odalys H. Rizo

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Die Empörung in den sozialen Medien wächst nach einer neuen Anzeige, die das Risiko verdeutlicht, eine Meinung in Kuba zu äußern. Angehörige von Felipe Rodríguez Ledesma, dem in San Antonio de los Baños festgenommenen Triciclero, behaupten nun, dass die Behörden beabsichtigen, sich seinen Lebensunterhalt anzueignen.

Die Anzeige wurde auf Facebook von ihrer Schwester, Maggie Y. Ale Agüero, veröffentlicht, die warnte, dass das Dreirad — "mit ihrer Arbeit und ihrem Opfer" gekauft — der lokalen Regierung übergeben werden sollte, während der Mann in Untersuchungshaft bleibt.

„Sein Vergehen ist es, frei zu sein und zu entscheiden, wen er in sein Fahrzeug lässt“, schrieb die Frau in Bezug auf das Schild, das Felipe auf seinem Dreirad angebracht hatte: „Ich nehme keine Klatscher und keine Verräter mit. Nur freie Männer“, ein Satz, der offenbar zu seiner Festnahme am 3. März geführt hätte.

Captura von Facebook/Maggie Y. Ale Aguero

Laut der Familie wäre die Entscheidung über das Dreirad bereits von einem Polizeiinstruktor mitgeteilt worden, obwohl der Fall noch nicht von einem Gericht bewertet wurde. „Nicht einmal ein unparteiischer Richter hat ihren Fall zur Kenntnis genommen, aber sie verfügen bereits über das, was nach wie vor ihr Eigentum ist“, beklagte ihre Schwester.

Die Nachricht hat starke Reaktionen unter den Nutzern hervorgerufen, die darin nicht nur eine Bestrafung für das Äußern einer persönlichen Meinung sehen, sondern auch einen möglichen Versuch, den Alten seiner Existenzgrundlage zu berauben.

Felipe Rodríguez, 68 Jahre alt, ist in seiner Gemeinde als ein bescheidener und beliebter Mann bekannt. Seine Festnahme war bereits Tage vorher von Aktivisten und Nachbarn gemeldet worden, die versichern, dass sein einziges „Vergehen“ darin bestand, sich zu weigern, Menschen zu transportieren, die er als Informanten des Regimes identifizierte, die umgangssprachlich als „clarias“ oder „chivatos“ bekannt sind.

Jetzt scheint sich die Situation zu verschärfen. Die mögliche Beschlagnahme seines Dreirads verlängert nicht nur die Ungewissheit über seinen Fall, sondern lässt auch seine Familie ohne das Mittel zurück, von dem sie zum Überleben abhängig waren.

„Bis zu welchem Punkt geht die Frechheit?“ fragte ihre Schwester in dem Beitrag, in dem sie auch darum bat, die Anzeige zu teilen, um das Geschehen sichtbar zu machen.

Bislang haben die kubanischen Behörden keine offizielle Informationen zu dem Fall bereitgestellt und auch nicht auf die Vorwürfe der Fahrzeugbeschlagnahmung reagiert.

In der Zwischenzeit wächst in den sozialen Medien die Forderung nach Freiheit für Felipe und die Ablehnung dessen, was viele als ein weiteres Beispiel für Repression und Machtmissbrauch auf der Insel betrachten.

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