Ein Kubaner beschloss, die Stromausfälle auf seine Weise zu handhaben, und was er in den sozialen Medien zeigte, hat gemischte Reaktionen hervorgerufen bei denen, die innerhalb und außerhalb der Insel eine zunehmend frustrierende Realität erkennen.
In einem Video, das auf Facebook von dem Nutzer Gilberto Alain Bello Linares veröffentlicht wurde, sieht man ihn, wie er ein intensives, improvisiertes Feuer mit allem, was er in seiner Umgebung findet, nährt: einem Bambusstuhl, einem Mülleimer und sogar einem Baumstamm. „Leide, Renté. Leide, Guiteras. Sieh dir an, wie dieses Feuer dort wütet… seht, wie ich das Rohmaterial gesichert habe“, kommentiert er, während er zeigt, was er hat.
Der Ausdruck bezieht sich direkt auf das Thermoelektrische Kraftwerk Antonio Guiteras in Matanzas, das leistungsstärkste Kraftwerk des Landes, dessen Schornstein diesem kubanischen Sprichwort entsprungen ist, das verwendet wird, um etwas zu beschreiben, das viel Rauch erzeugt, aber keine realen Ergebnisse liefert.
Auch wird Renté erwähnt, der gebräuchliche Name des termischen Kraftwerks Antonio Maceo in Santiago de Cuba, das andere emblematische Werk des nationalen Elektrizitätssystems und ebenfalls eines der problematischsten.
Beide Thermokraftwerke sind das sichtbarste Symbol des energetischen Zusammenbruchs, den Kuba im Jahr 2026 erlebt. Die Videos von Kubanern, die mit Holz kochen, häufen sich in den sozialen Medien und spiegeln eine Krise wider, die die Familien dazu zwingt, nach Alternativen zu suchen, um Materialien zum Kochen zu garantieren, von Holzkohle bis zu Brennholz.
Aber die Szene, die von Gilberto Alain Bello Linares geteilt wird, die Humor, Resignation und Rohheit kombiniert, spiegelt den Alltag vieler Kubaner wider, die, angesichts des Mangels an Elektrizität und Treibstoff, auf jede erdenkliche Ressource zurückgreifen, um zu kochen oder einfach zu überleben. Zwischen Lachen und ironischen Bemerkungen wirft der Mann eine Einladung aus, die das Gefühl vieler zusammenfasst: „Wer kochen will, der komme her.“
Jenseits des humorvollen Tons zeigt das Video eine Realität, die von Prekarität geprägt ist. Die Notwendigkeit, Möbel oder Abfälle zu verbrennen, um ein Feuer zu entzünden, ist kein Einzelfall, sondern eine zunehmend verbreitete Praxis inmitten der Energiekrise, die das Land trifft.
„Hier wird auch kein Moskito gesund bleiben“, sagt er, während die Flammen wachsen, in einem Bild, das für viele nicht nur den Einfallsreichtum der Kubaner symbolisiert, sondern auch das Maß an Verschlechterung der Lebensbedingungen auf der Insel.
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