Eine Kubanerin besuchte eine Agrarmesse mit 9.000 kubanischen Pesos in der Tasche — das entspricht nur etwa 18 Dollar zum informellen Wechselkurs — und dokumentierte jeden Kauf in einem Video, um die tatsächliche Kaufkraft dieses Betrags im heutigen Kuba zu zeigen.
Die Content Creatorin ElyVlog Cubita la Bella veröffentlichte den Verlauf auf Facebook, und die Einzelheiten dessen, was sie erwerben konnte, fassen die wirtschaftliche Krise, die die Insel erlebt, drastisch zusammen.
"Ich gehe zur Messe und wir werden sehen, was man für 9.000 Peso kaufen kann. Das sind ungefähr 18 Dollar", begann die Kubanerin, bevor sie ihren Rundgang durch die Stände der Messe startete.
Der Wechselkurskontext ist entscheidend, um die Dimension des Experiments zu verstehen.
Al momento der Aufnahme lag der informelle Wechselkurs des US-Dollars bei 520 Pesos, deutlich über dem offiziellen Kurs der Zentralbank von 480 Pesos, eine Kluft, die die strukturelle Verzerrung der kubanischen Wirtschaft widerspiegelt.
Das, was die Schöpferin mit diesen 9.000 Pesos kaufen konnte, war mager: einige Gemüse, grundlegende Gewürze und nicht viel mehr.
Der Betrag, der für viele Kubaner mehr als ein monatliches Gehalt darstellt, reichte kaum aus, um grundlegende Ernährungsbedürfnisse zu decken.
Y es que el durchschnittliche Einkommen in Kuba lag bei nur 6.830 Pesos, eine Zahl, die weit unter dem liegt, was diese Kubanerin zur Messe brachte. Die Kluft zwischen Löhnen und realen Preisen ist einer der verheerendsten Faktoren der aktuellen Krise.
Die Zahlen sind eindeutig: die Basisversorgung für zwei Personen in Havanna beläuft sich auf etwa 41,735 Pesos pro Monat, und überleben in Kuba kostet mehr als 50,000 Pesos im Monat, wenn man andere grundlegende Ausgaben wie Transport und Dienstleistungen einbezieht.
Der Transport ist in der Tat ein weiterer Bereich der Krise. Parallel zum Zusammenbruch der Kaufkraft fällt in Havanna aufgrund von Dieselknappheit keine städtische Route in Betrieb, was die Bürger zwingt, noch mehr auszugeben, um zu Messen und Märkten zu gelangen.
Der Staat hat versucht, die Preise durch Regulierungen zu kontrollieren, aber die Ergebnisse waren begrenzt. Die Behörden haben Strafen von bis zu 16.000 Pesos für gesetzwidrige Verkäufer verhängt, eine Maßnahme, die viele Ökonomen und Bürger als ineffektiv im Angesicht des Ausmaßes der Unausgewogenheit zwischen Angebot, Nachfrage und der tatsächlichen Kaufkraft der Bevölkerung betrachten.
Das Video von ElyVlog Cubita la Bella verwandelte sich schnell in ein soziales Dokument, das tausende von Kubanern als Zeugenaussage ihrer alltäglichen Realität teilten, einer Realität, in der 9.000 Pesos — mehr als ein volles Gehalt — nicht ausreichen, um eine Einkaufstüte zu füllen.
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