Die einzige "Diät", die bei den Führungspersönlichkeiten in Kuba funktioniert: Lindoro Incapaz enthüllt das Geheimnis



Lindoro Incapaz (Reuel Remedios)Foto © Captura von YouTube/Lindoro Incapaz - HUMOR CUBANO

Der beliebte kubanische Komiker Reuel Remedios, in der Rolle seiner Kultfigur, des korrupten kubanischen Funktionärs Lindoro Incapaz, veröffentlichte einen neuen Sketch, in dem er die einzige "Diät" enthüllt, die die "Führungskräfte" des Regimes schlanker macht: die Diät mit Benzin.

Im Video platzt der Beamte "Decoroso" aus der "zentralen Ebene" (selbst Reuel, gekleidet in eine seiner offiziellen Büroklamotten) alarmiert in Lindoros Büro, weil er einen schweren Verstoß festgestellt hat: Der Direktor hat ungefähr zwei Pfund Gewicht verloren, was gegen die ungeschriebene Regel der kubanischen Nomenklatur verstößt.

"Un cuadro flaco es un cuadro que no inspira confianza. Cuando usted ve un cuadro que no tiene barriga, lo primero que le viene a la mente: no sabe manejar los recursos de la empresa", admite Lindoro, citando las clases "dirigenciales" que recibió, ante el cuestionamiento del compañero Decoroso.

Der Höhepunkt des Sketches ist vernichtend. Angesichts der Hartnäckigkeit des oberen Bildes, das gesteht, dass "es andere Kollegen gibt, die ein wenig weiter oben" sind und Interesse daran haben, das Geheimnis zu erfahren, gibt Lindoro nach: "Ich mache die Benzindiät... Wissen Sie, welchen Preis dieser Kraftstoff hat?"

Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: "Sie kaufen 10 Liter Benzin und bleiben zwei Monate lang ohne zu essen. Ich sage nicht, ob Sie abnehmen", urteilt Lindoro.

Der Witz trifft genau ins Schwarze, da er die Realität der Insel präzise beschreibt. Der Liter Benzin auf dem Schwarzmarkt hat in Havanna mehr als 4.000 kubanische Pesos gekostet, was dem kompletten Gehalt eines Arbeitnehmers auf der Insel entsprechen kann und die Rente eines Rentners übersteigen könnte. Es wurden sogar Fälle von höheren Kosten berichtet, wie zum Beispiel 18.000 Pesos für drei Liter, was mehr als 100 Dollar für zehn Liter wären.

Die Energiekrise verschärfte sich nach dem gleichzeitigem Verlust der wichtigsten Lieferanten des Landes: Venezuela und Mexiko, die damit aufhörten, Brennstoff auf die Insel zu senden, nachdem die Administration von Donald Trump im letzten Januar den Diktator Nicolás Maduro gefangen genommen und Druck ausgeübt hatte, die Lieferungen an das kubanische Regime zu stoppen.

Kuba produziert nur 40 % des benötigten Kraftstoffs, basierend auf einem nationalen Rohöl, das ziemlich schwer und schwach an Schwefel ist. Ein russischer Frachter mit 700.000 Barrel Öl, der Ende März ankam und über dessen Verteilung und Verwendung es keine transparenten öffentlichen Berichte gibt, könnte nach Schätzungen nur sieben bis zehn Tage Verbrauch gedeckt haben.

Während das Volk 24 bis 72 Stunden in Schlangen wartet, um Treibstoff zu bekommen, behält die herrschende Klasse ihre Privilegien unangetastet. Die NGO Food Monitor Program berichtete im März 2026 von der Existenz von "zwei Kubas": leere Tische für die Bevölkerung und Festessen mit besonderen Speisen für die Offiziellen während offizieller Besuche.

Die Korruptionsskandale vervollständigen das Bild. Der Stiefsohn von Díaz-Canel studiert an einer der teuersten Universitäten Europas. Die Familie des ehemaligen Generals Ulises Rosales del Toro hat Zugang zu Luxus-Kindergärten, exklusiven Residenzen und Urlauben in touristischen Gebieten, die dem normalen Kubaner verwehrt sind. Der ehemalige Minister für Wirtschaft, Alejandro Gil, wurde am neunten Dezember 2025 wegen Spionage und Korruption zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Kuba fiel 2026 auf 40 Punkte von 100 im Index für die Wahrnehmung von Korruption von Transparency International.

Lindoro Incapaz satirisiert seit über einem Jahrzehnt die kubanische Bürokratie, und in drei Minuten erreicht er, was kein offizieller Bericht anerkennt: dass die Diät, die in Kuba am meisten abnehmen lässt, die ist, die durch Elend und verschiedene Bedürfnisse auferlegt wird. Aber sicher wirkt diese "Methode zum Abnehmen" nur auf mittlere Führungskräfte, denn die aus der zentralen Ebene wissen ja, wie man die Ressourcen des Unternehmens verwaltet. Haben Sie noch Zweifel, Genosse?

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