Ein auf Facebook von der Nutzerin Yela Bermudes veröffentlichtes Video über die Märkte im Vedado in Havanna löste empörte Kommentare von Kubanern aus.
El mercado, gelegen an der Ecke von 19 und B im Vedado, ist einer der bestsortierten Agrarmärkte in Havanna, aber auch der teuerste. Die Bilder im Video zeigen Schilder mit Preisen von 200 und 250 Pesos in nationaler Währung pro Pfund für Produkte wie Bananen und Tomaten. Dennoch zeigen die Daten der vorherigen Monate noch höhere Zahlen: im März 2025 erreichte der Mango 500 Pesos pro Pfund, die Guanábana 500 Pesos, die Zitrone 600 Pesos und der Ají Cachucha 1.000 Pesos pro Pfund.
Diese Preise stehen in starkem Kontrast zu den tatsächlichen Einkünften der Bevölkerung. Das durchschnittliche Gehalt in Kuba betrug 2025 6.930 kubanische Pesos pro Monat, was nur etwa fünf Dollar zum aktuellen informellen Wechselkurs entspricht.
Según el Food Monitor Program, zwei Erwachsene in Havanna benötigen mindestens 41.735 Pesos pro Monat, nur um ihre Grundernährung zu decken, was mehr als das Sechsfache des Durchschnittsgehalts ist. Das Kubanische Observatorium für Bürgerprüfung schätzt, dass eine Person mindestens 30.000 Pesos pro Monat benötigt, um zu essen.
Die Kommentare zum Video fassen das allgemeine Empfinden der Bevölkerung sehr direkt zusammen. „Der teuerste Markt in der Stadt Havanna, 19 und B, Vedado Plaza de la Revolución. Nimm einen Sack Geld mit“, schrieb José Israel Caraballo. Yadira Pérez Rodríguez war noch direkter: „Markt? Du meinst die Boutique... 19 und B ist der teuerste im Vedado.“
Andere Nutzer wiesen auf die Ungleichheit hin, die der Markt widerspiegelt. „Der Lohn reicht gerade mal für fünf Tage Essen, ohne Fleisch, ohne Eier“, berichtete Dionisio Díaz Sánchez. Yaimara Acosta fügte hinzu: „Gott segne die Verwandten, die ihnen aus dem Ausland helfen, denn wir, die wir zu Fuß unterwegs sind, wissen nicht mehr weiter.“
Die Regierung versuchte, der Preisspirale mit der Auflösung 148/2025, die Höchstpreise für Agrarprodukte festlegte im September 2025, entgegenzuwirken, doch spätere Berichte bestätigten, dass die Verkäufer die Vorschriften systematisch nicht einhielten ohne effektive Konsequenzen.
Wie eine Nutzerin in den Kommentaren zum Video feststellte: „Das teuerste Essen der Welt, und ich werde darüber nicht diskutieren.“
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