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Die von der CIA auf ihrem offiziellen Account veröffentlichten Bilder nach dem Besuch ihres Direktors, John Ratcliffe, in Havanna am Donnerstag lassen mit hoher Wahrscheinlichkeit das Fahrzeug erkennen, das die amerikanische Delegation durch die Straßen der kubanischen Hauptstadt beförderte: ein offenbar gepanzerter, weißer Toyota Land Cruiser 300 Series GX-R.
Der Schlüssel liegt in einem Detail, das im Heck des SUVs sichtbar ist: das Emblem „GX.R“, das in den von der CIA veröffentlichten Fotos zu sehen ist. Dazu kommen die unverkennbare Silhouette des Land Cruiser 300, die horizontalen LED-Rücklichter, die breite C-Säule, die Größe des gesamten Fahrzeugs und die Hochprofilreifen, die mit den von Toyota für diese Variante angegebenen 265/65 R18 Felgen kompatibel sind.
El GX-R ist die funktionalste und robusteste Version der neuesten Generation des großen Land Cruiser, die Toyota 2021 als Nachfolger der Serie 200 vorgestellt hat. Er übernimmt die GA-F-Plattform mit einem 20% steiferen Rahmen als zuvor, einer Gewichtsreduktion von bis zu 200 kg und einem versetzten Antriebsstrang, um den Schwerpunkt abzusenken. Toyota stellte ihn als ein SUV vor, das „auf jeder Art von Straße der Welt“ fahren kann, ohne den Fahrer zu ermüden.
Die Bezeichnung GX-R wird auf internationalen Märkten — Afrika, Naher Osten und Export — für die robustere Variante verwendet. In seiner Dieselausführung entwickelt der 3,3-Liter-V6-Biturbomotor 225 kW und 700 Nm, mit einem automatischen Zehn-Gang-Getriebe und 4x4-Antrieb mit sperrbarem Hinterachsdifferential. Das Fahrzeug misst fast fünf Meter in der Länge und verfügt über einen doppelten Kraftstofftank mit einem Gesamtvolumen von 110 Litern.
Der SUV, der auf den Bildern zu sehen ist, weist visuelle Hinweise auf, die mit einer scheinbar gepanzerten Einheit kompatibel sind: robuste Türen, dunkle und optisch dicke Fenster sowie Türrahmen von erheblicher Dicke. Es gibt keine offizielle Bestätigung, dass die Einheit gepanzert war, aber der Land Cruiser 300 ist genau eine der Plattformen, die weltweit für diesen Zweck in der diplomatischen und behördlichen Nutzung am häufigsten eingesetzt wird.
Unternehmen wie INKAS bieten gepanzerte Versionen des Land Cruiser 300 bis zur Stufe CEN 1063 BR6 an, mit einem 360-Grad-Rundumschutz, mehrschichtigen ballistischen Gläsern und einem Run-Flat-System, die in der Lage sind, 7,62 mm Munition und Explosionen von bis zu zwei Granaten zu widerstehen. Der Schutz bewahrt zudem ein unauffälliges Erscheinungsbild, das dem ursprünglichen Design des Fahrzeugs sehr ähnlich ist.
Diese Diskretion ist genau eines der Argumente, die die Wahl erklären. Bei einem hochkarätigen Besuch wie dem von Ratcliffe —nur der zweite eines CIA-Direktors in Kuba seit der Revolution von 1959— ist ein weißer Land Cruiser 300 GX-R viel unauffälliger als eine Limousine oder eine Karawane großer SUVs aus amerikanischer Produktion, bietet jedoch Zuverlässigkeit, 4x4-Fähigkeit, Robustheit und volle Kompatibilität mit hohem Schutz.
Die institutionelle Präferenz der US-Regierung für dieses Modell ist dokumentiert: Das Außenministerium erwarb 229 gepanzerte Toyota Land Cruiser im Jahr 2021 für den Einsatz im Ausland und bestätigte damit, dass der japanische SUV das Referenzfahrzeug für hochriskante diplomatische Missionen ist.
Ratcliffe traf in Havanna mit dem kubanischen Innenminister, Lázaro Alberto Álvarez Casas, und Raúl Guillermo Rodríguez Castro, bekannt als „El Cangrejo“ und Enkel von Raúl Castro, und wurde außerdem von Botschafter Mike Hammer in der US-amerikanischen Botschaft in Havanna empfangen. Er brachte eine Nachricht des Präsidenten Donald Trump: Washington wird nur über Wirtschaft und Sicherheit Gespräche führen, wenn Kuba grundlegende Veränderungen vornimmt.
Bei einem Besuch, der von Geheimhaltung, einer vertraulichen Agenda und diplomatischer Spannung geprägt war, sendete das gewählte Fahrzeug für die Transfers ebenfalls eine Botschaft: Diskretion, Solidität und maximaler Schutz, ohne große Aufhebens.
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