Musikologe enthüllt Auseinandersetzung mit Alexander Abreu wegen Verteidigung der Diktatur

Der Musikwissenschaftler Carlos Olivares Baró berichtete, wie er Alexander Abreu in Mexiko konfrontierte, weil dieser die kubanische Diktatur verteidigte, was dazu führte, dass der Musiker seine Ausweisung aus dem Lokal forderte.



Carlos Olivares Baró und Alexander AbreuFoto © Collage von sozialen Netzwerken

Der kubanische Musikwissenschaftler und Essayist Carlos Olivares Baró berichtete in einem Interview, wie er den Trompeter und Orchesterleiter Alexander Abreu in Mexiko direkt konfrontierte, weil er, in seinen Worten, ein Verfechter der kubanischen Diktatur sei. Dies führte dazu, dass Abreu sich weigerte, an dem Ort zu spielen, an dem sich der Kritiker befand, und den Besitzer des Lokals bat, ihn zu entfernen.

Olivares, seit ungefähr 40 Jahren im Exil in Mexiko, bereut den Vorfall nicht: «Man hat mich gebeten, zu gehen, und ich bin gegangen, aber ich habe es ihnen ins Gesicht gesagt», erklärte er im Interview mit Tania Costa.

Der Musikwissenschaftler beschrieb Abreu als einen außergewöhnlichen Künstler, dessen politische Position ihm schmerzhaft ist: „Es ist schade, dass ein so wichtiger, so geniale Musiker wie der Dirigent der Orchester Havana D'Primera, Alexander Abreu, dennoch ein Verteidiger der Diktatur ist. Er ist ein außergewöhnlicher Musiker.“

Según relató Olivares, le dijo directamente: «Alexander, es eine Schande, dass du, als so wichtiger und einflussreicher Musiker, [die Diktatur] verteidigst». Die Antwort von Abreu war entschieden: Er informierte den Besitzer des Lokals, dass «dieser Herr hier ist anwesend, ich werde nicht spielen».

Abreu, der seit 2007 die Gruppe Havana D'Primera leitet, wurde von verschiedenen Exilgruppen wiederholt als eine Figur nahe dem Regime bezeichnet. Im Dezember 2023 bekräftigte er seine Verbindung zur Insel, indem er öffentlich erklärte: „Ich werde in Kuba leben und ich werde in Kuba sterben.“

Im Jahr 2020 hatte der Musiker Descemer Bueno ihn bereits öffentlich zur Rede gestellt und ihn gebeten, sich auf die Seite des kubanischen Volkes zu stellen. Im Mai 2022 trat Abreu in Miami auf, während Proteste von Exilierten stattfanden, die ihn der Nähe zur Regierung beschuldigten.

Olivares erweiterte seine Kritik an José Luis Cortés „El Tosco“, der am 18. April 2022 in Havanna verstorben ist, und bezeichnete ihn ebenfalls als Verteidiger des Regimes: „Es sind zwei grundlegende Musiker, grundlegend in der zeitgenössischen kubanischen Musik, die jedoch Verteidiger des kubanischen Regimes sind. Es ist schade.“

Der Tod von El Tosco, dem Gründer von NG La Banda und einem der Schöpfer der kubanischen Timba, wurde vom eigenen Díaz-Canel betrauert, was für viele im Exil seine Zugehörigkeit zum kulturellen Establishment des Regimes bestätigte.

En contraste lobte Olivares Pablo Milanés für seinen Mut in den letzten Lebensjahren: „Pablo war in den letzten Jahren seines Lebens ein Kritiker der Diktatur... seine letzten Jahre waren Jahre großer Tapferkeit“. Er fügte eine offizielle Information hinzu: „Pablo stirbt in Spanien, und das Regime hat nie die Nachricht von Pablos Tod verbreitet.“

Milanés, ein Vertreter der Nueva Trova, verstarb am 22. November 2022 in Madrid im Alter von 79 Jahren, distanziert von dem Regime, das ihn über Jahrzehnte hinweg als kulturelles Symbol genutzt hatte.

Über Silvio Rodríguez äußerte Olivares sich eindeutig: „Silvio erwähne ich nicht. Silvio ist immer ein Handlanger der Diktatur, mit fünf oder sechs grundlegenden Liedern, aber er ist ein Handlanger.“

Der Musikologe schloss seine Überlegungen mit einer Idee ab, die seine Sicht auf die kubanische Kultur zusammenfasst: „Unsere Musik, betone ich, ist unsere Präsenz in der Welt“, wobei er Celia Cruz, Benny Moré, Miguelito Cuní und Pablo Milanés als wahre Referenzen nannte, während er ausdrücklich diejenigen ausschloss, die seiner Meinung nach ihr Talent der Diktatur zur Verfügung gestellt haben.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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