Regime bittet Russland um Hilfe bei der Verwaltung des Transports in Kuba

Die kubanische Regierung unterzeichnete in Moskau ein Abkommen zum Zugang zu Werkzeugen für die Stadtplanung, während der öffentliche Nahverkehr auf der Insel trotz internationaler Spenden weiterhin in einem desolaten Zustand ist.

Russischer Bus (Referenzbild)Foto © Captura de imagen en YouTube Travelling with Russell

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Eine Delegation des Ministeriums für Transport von Kuba (MITRANS) nahm an der Internationalen Transportgipfel in Moskau teil, wo sie eine gemeinsame Erklärung unterzeichnete, um sich der Initiative Urban Transport Data anzuschließen, die von der Moskauer Stadtverwaltung gefördert wird und darauf abzielt, städtische Daten zur Verbesserung des Verkehrsmanagements zu nutzen.

Der Verkehrsminister, Eduardo Rodríguez Dávila, informierte über sein Facebook-Konto, dass die Delegation von dem ersten stellvertretenden Minister Luis R. Rosés Hernández geleitet wurde. Sie führten Treffen mit Vertretern aus Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien durch, um Erfahrungen über nachhaltige Praktiken auszutauschen.

Der Minister bewertete die Erfahrung als positiv und versicherte, dass das Ziel darin besteht, „die besten Praktiken zu erlernen und sie entsprechend den Prioritäten in Kuba zu nutzen, stets mit dem Fokus auf die Verbesserung der Servicequalität“.

Dennoch stehen solche Aussagen im Widerspruch zur Realität, in der das kubanische Volk lebt, das in eine Verkehrskrise verstrickt ist, die seit Jahrzehnten andauert und die weder durch ausländische Investitionen noch durch wiederholte internationale Spenden gelöst werden konnte.

Spenden, die nicht ausreichen

Im Jahr 2025 hat das Regime Lieferungen von Teilen und Komponenten aus China erhalten, die dazu bestimmt sind, die marode Busflotte von Havanna wieder in Gang zu bringen. Die erste Lieferung kam im August an und wurde an die Empresa de Ómnibus Evelio Prieto in Guanajay geschickt.

Trotz der Ankündigung, dass bis Ende des Jahres zwischen 40 und 50 Fahrzeuge wiederhergestellt werden sollen, ist dieses Versprechen lediglich ein Linderungsmittel angesichts des technischen Zusammenbruchs des Systems.

Im März erkannte Minister Rodríguez vor der Nationalversammlung an, dass im Jahr 2024 nur 35 % der geplanten Busdienste durchgeführt wurden, aufgrund von Mangel an Treibstoff und Ersatzteilen.

Der Verfall des öffentlichen Verkehrs in Kuba erreicht alarmierende Ausmaße. Nahezu die Hälfte der über 2.500 Routen im Land ist lahmgelegt, und viele verkehren nur mit zwei Fahrten pro Tag.

Terminalen wie San Agustín und Arimao haben sich zu wahren Friedhöfen für Busse entwickelt, wo hunderte von demontierten Bussen unter der Sonne liegen, verrostet und ohne Aussicht auf Reparatur.

Wechsel ohne konkrete Ergebnisse

Die kubanische Beteiligung an internationalen Foren und die Unterzeichnung von Vereinbarungen wie Urban Transport Data werden als Fortschritte dargestellt, jedoch zeigt die Erfahrung, dass diese Austausche selten in greifbare Verbesserungen für die Bevölkerung münden.

Statt nachhaltiger Lösungen besteht die Abhängigkeit von Spenden und es fehlt an einer effektiven Strategie für die Instandhaltung, die Erneuerung und die Planung des öffentlichen Verkehrs.

Die staatliche Verwaltung, geprägt von Ineffizienz, hat sich als unfähig erwiesen, die wenigen Fortschritte, die erzielt werden, aufrechtzuerhalten. Neue Busse, die ins Land kommen, verschlechteren sich schnell aufgrund von mangelnder Wartung, Treibstoff oder qualifiziertem Personal.

Häufig gestellte Fragen zur Transportkrise in Kuba und zur internationalen Zusammenarbeit

Warum kollabiert das Transportsystem in Kuba?

Das Transportsystem in Kuba ist zusammengebrochen aufgrund mangelhafter staatlicher Verwaltung, Kraftstoffmangel und fehlender Ersatzteile sowie unzureichender Wartung. Trotz internationaler Spenden und dem Abschluss von Kooperationsvereinbarungen wurden keine signifikanten Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur erzielt.

Welche Maßnahmen hat Kuba ergriffen, um sein Verkehrssystem zu verbessern?

Cuba hat an internationalen Foren wie dem Internationalen Transportgipfel in Moskau teilgenommen und Vereinbarungen wie die Urban Transport Data unterzeichnet, um die Verwaltung des Verkehrs zu verbessern. Außerdem hat es Spenden von Teilen und Ausrüstungen aus Ländern wie China erhalten, um seine Busflotte wiederzubeleben. Allerdings haben diese Maßnahmen keine spürbaren Verbesserungen für die Bevölkerung gebracht, aufgrund der anhaltenden Misswirtschaft und des Mangels an einer effektiven Strategie.

Welche Rolle spielt die internationale Zusammenarbeit in der Krise des kubanischen Transports?

Die internationale Zusammenarbeit hat Kuba Spenden von Teilen und Ausrüstungen bereitgestellt, um die marode Busflotte zu reparieren. China und Russland gehören zu den wichtigsten Unterstützern in diesen Bemühungen. Dennoch hat die externe Hilfe das zugrunde liegende Problem nicht gelöst, nämlich das ineffiziente staatliche Management sowie das Fehlen von Planung und kontinuierlicher Wartung.

Wie beeinflussen die Transportprobleme das Alltagsleben in Kuba?

Die Transportprobleme in Kuba haben einen erheblichen Einfluss auf das tägliche Leben der Bürger. Die langen Wartezeiten, die Aussetzung von Routen und der Mangel an Bussen beeinträchtigen die städtische Mobilität und erschweren den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheit. Die Situation wird durch den Mangel an Treibstoff und ständige mechanische Ausfälle zusätzlich verschärft.

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