Russische Fluggesellschaften treffen Entscheidungen angesichts der Treibstoffkrise in Kuba



Flugzeug von AeroFlot.Foto © Facebook/Aeroflot Airlines

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Der vollständige Mangel an Flugbenzin auf der Insel zwingt bereits internationale Fluggesellschaften, darunter auch russische Unternehmen, ihre Flüge umzuplanen, in einem Szenario, das tausende Passagiere stranden oder mit langen Verzögerungen bei der Ausreise aus dem Land konfrontiert lassen könnte.

Laut dem spezialisierten Medium Aviacionline hat die kubanische Regierung den Fluggesellschaften, die auf der Insel operieren, mitgeteilt, dass ab diesem Montag, den 9. Februar, kein Jet A-1 verfügbar ist, der für kommerzielle Flüge unerlässlich ist. Die Warnung, die von der Agentur EFE bestätigt wurde, betrifft einen Flugplan, der mehr als 400 wöchentliche Flüge und über 70.000 Sitzplätze vorsieht, allein im Februar.

Die Auswirkungen sind bereits auf wichtigen Routen spürbar. Russische Fluggesellschaften wie Aeroflot und Nordwind haben begonnen, ihre Operationen von und nach Varadero, Havanna und Holguín anzupassen, während andere Gesellschaften gezwungen sind, technische Zwischenstopps außerhalb Kubas einzulegen, um Treibstoff zu tanken und die Rückflüge ihrer Flugzeuge abzuschließen. Cancún, Punta Cana und Nassau gehören zu den Flughäfen, die für diese Notstopps genutzt werden.

Die Krise trifft voll auf touristische Ziele wie Varadero und Cayo Coco, die stark vom kanadischen und russischen Markt abhängig sind, sowie auf sensible Routen für die kubanische Migration, wie die Flüge zwischen Havanna und Miami. In diesen Fällen sehen sich die Passagiere mit Verspätungen, Änderungen des Reiseplans und der realen Möglichkeit konfrontiert, aufgrund logistischer Probleme, die außerhalb der Airline liegen, auf der Insel festzusitzen.

Laut Aviacionline ist der Mangel an Treibstoff eine direkte Folge der verschärften Energiepressur auf Kuba nach dem am 29. Januar unterzeichneten Befehl von Präsident Donald Trump, der Länder bedroht, die der Insel Öl liefern. Hinzu kommt der Verlust des venezolanischen Öls nach der Festnahme von Nicolás Maduro in einer von Washington genehmigten Operation.

Das Panorama ist besonders angespannt, da Kuba nur ein Drittel des benötigten Kraftstoffs produziert und auf Importe angewiesen ist, die jetzt gefährdet sind. Die Regierung selbst hat bereits einen Notfallplan umgesetzt, der Einschränkungen bei Diesel und Kürzungen bei öffentlichen Dienstleistungen umfasst, ein Zeichen dafür, dass die Krise über den Luftfahrtsektor hinausgeht.

Bis jetzt haben die Fluggesellschaften keine massiven Stornierungen angekündigt, jedoch werden Verzögerungen, steigende Kosten und betriebliche Anpassungen erwartet, die sich verschärfen könnten, wenn sich die Situation verlängert. Für Tausende von Touristen und Kubanern mit geplanten Flügen in den kommenden Tagen nimmt die Unsicherheit von den Flughäfen der Insel aus wieder zu.

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