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Am 11. Februar bestätigte die Föderale Luftverkehrsagentur Russlands, dass Moskau vorübergehend alle Flüge nach Kuba einstellen wird, jedoch zuvor die derzeit auf der Insel festgefangenen russischen Touristen evakuieren wird.
Die Entscheidung ist eine Reaktion auf den kritischen Mangel an Flugtreibstoff, ein weiteres Symptom der tiefen Energiek crisis, die das karibische Land durchlebt und die bereits begonnen hat, den internationalen Flugverkehr direkt zu beeinflussen.
Zwei russische Fluggesellschaften - Rossiya, eine Tochtergesellschaft der Aeroflot-Gruppe, und Nordwind Airlines (auch bekannt als Severny Veter) - sind ausgewählt worden, um Rückkehrflüge ausschließlich nach Russland durchzuführen, die von den Flughäfen Havanna und Varadero abfliegen.
Laut Zahlen, die in den letzten Tagen veröffentlicht wurden, gibt es derzeit in Kuba etwa 4.000 russische Touristen.
Um sie aus dem Land zu bringen, werden die Fluggesellschaften Frachtflüge durchführen, das heißt, Flugzeuge werden leer von Moskau abheben, da es aufgrund des Zusammenbruchs der JET-A1-Versorgung nicht möglich ist, sie auf der Insel mit Treibstoff zu versorgen.
Die Maßnahme betrifft auch diejenigen, die Tickets außerhalb von Reisepaketen gekauft hatten: Rossiya hat bereits die vollständige Rückerstattung der Tickets ermöglicht.
„In den kommenden Tagen wird Rossiya mehrere Rückflüge durchführen... um die Rückkehr der russischen Touristen zu gewährleisten“, kündigte die Rosaviatsia auf ihrem offiziellen Telegram-Kanal an.
Sobald diese Phase der Evakuierung abgeschlossen ist, wird das Flugprogramm nach Kuba bis auf Weiteres ausgesetzt.
„Danach wird das Flugprogramm der Fluggesellschaft vorübergehend eingestellt, bis sich die Situation ändert“, betonte die Regulierungsbehörde.
Ein kritisches Panorama: Stornierte Flüge und tausende gestrandete Touristen
Der Betreiber Pegas Touristik, einer der größten russischen Reiseveranstalter, hat ebenfalls die Einstellung des Verkaufs neuer Pauschalreisen nach Kuba bestätigt, gleichzeitig versicherte er, dass der Rückführungsprozess „geordnet und innerhalb der vorgesehenen Fristen“ ablaufen wird.
In der Zwischenzeit fliegt Nordwind Airlines planmäßig nach Holguín und Varadero, allerdings unter „zwingenden Anpassungen“ in ihrem Programm, wie die Vereinigung der Reiseveranstalter Russlands (ATOR) berichtete.
Dennoch ist die gewohnte bilaterale Konnektivität erheblich beeinträchtigt, und das russische Verkehrsministerium hat anerkannt, dass nach „Alternativen zur Wiederaufnahme des Flugplans in beide Richtungen“ gesucht wird.
Und was ist nach der Evakuierung?
Die vorübergehende Einstellung der Flüge markiert einen Wendepunkt in der touristischen Beziehung zwischen Russland und Kuba. Das Bild leerer Flugzeuge, die von Moskau fliegen, nur um ihre Bürger abzuholen und dann die Routen auf unbestimmte Zeit einzustellen, fasst den Luftnotstand der Insel zusammen.
Ohne Möglichkeiten zur Wiederauffüllung, ohne verbündete Anbieter und mit einem Tourismussektor, der sich in der Krise befindet, sieht sich die kubanische Regierung einem beispiellosen Isolation gegenüber.
Die Evakuierung der Russen ist nur der Beginn einer zwangsweisen Abkopplung, die droht, Kuba in ein unzugängliches Ziel für Tausende von Reisenden zu verwandeln und damit auch für Tausende von Familien, die vom Tourismus leben.
Die russischen Behörden haben versprochen, die diplomatischen Kanäle offen zu halten. Doch die Realität an den kubanischen Flughäfen – wo der Treibstoff vor den Touristen ausgegangen ist – legt nahe, dass die Rückkehr zur Normalität langwierig und vor allem ungewiss sein wird.
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