Kubanisches Regime sendet Botschaft: „Wer sich wagt, einzufallen, wird auf sehr feindliche Kräfte treffen.“



Miguel Díaz-CanelFoto © Präsidentschaft Kuba

Die kubanische Regierung veröffentlichte an diesem Freitag, im Rahmen des Nationalen Verteidigungs-tags, eine Mitteilung zur Abschreckung im Hinblick auf ein mögliches Szenario der Aggression.

“Wenn es Vorbereitung und Cohesion gibt, wird jeder, der es wagt, kubanisches Territorium zu invadieren, auf sehr feindliche Kräfte stoßen”, bestätigten sie während eines Präzisierungstreffens unter der Leitung von Gouverneur Miguel Díaz-Canel Bermúdez.

Die Vorbereitungstagung fand in der Verteidigungszone „Armada“ im habanischen Stadtteil Cerro statt und war das Szenario einer spezifischen Aktivität, die in der Nationalen Firma „Frutas Selectas“ durchgeführt wurde, so die offizielle Mitteilung.

Die Mitteilung, die von der Präsidentschaft Kuba veröffentlicht wurde, besagt, dass an dem Treffen auch das Mitglied des Nationalen Verteidigungsrates Esteban Lazo Hernández; der Minister der FAR, General des Armeekorps Álvaro López Miera; der Chef des Nationalen Stabes des Zivilschutzes, General der Division Ramón Pardo Guerra; der Kommandeur des Westheeres, General der Division Ernest Feijóo Eiró; sowie der Präsident des Provinzialen Verteidigungsrates von Havanna, Liván Izquierdo Alonso, und die Vizepräsidentin Yanet Hernández Pérez, unter anderen Behörden, teilnahmen.

Während der Sitzung erklärte die Präsidentin des Kommunalen Verteidigungsrats von Cerro, Mai-Lin Alberty Arozarena, laut dem Text Aspekte zu „Verteidigungsstrukturen“, „taktischen und strategischen Zielen“ sowie organisatorischen und sichernden Maßnahmen mit dem Ziel, die „Verteidigung“ angesichts eines „möglichen systematischen Abnutzung und feindlichen Angriffs“ im Kontext eines „unkonventionellen Krieges“ zu garantieren.

Nach dem Treffen besuchte Díaz-Canel verschiedene Bereiche des Unternehmens und sprach mit Mitarbeitern, die Übungen im Zusammenbauen und Zerlegen von Gewehren durchführten. Außerdem organisierte er eine Ausstellung von Materialien, die in einem eventuellen „Kriegskontext“ als „lebensnotwendig“ gelten.

In Aussagen an das Presseteam der Präsidentschaft, die im Bericht zitiert werden, bezeichnete Alberty es als „strategisch“, dass „jeder Kubaner“ die Verteidigung der Heimat in einem „Szenario nicht-konventioneller Kriegsführung“, von „wirtschaftlichem Krieg“ und von „verstärkten Blockaden“ übernimmt.

Er erwähnte auch die Priorität, die Produktions- und Verteidigungsbrigaden vorzubereiten, um wirtschaftliche Ziele zu sichern und die „Vitalität der Bevölkerung und der Soldaten“ aufrechtzuerhalten, so die Meldung.

Die kriegerische Rhetorik des Regimes

A Anfang 2026 intensivierte das kubanische Regime seine militaristische Rhetorik in einem innenpolitischen Klima, das von wirtschaftlichem Zusammenbruch und dem Vertrauen der Bürger geprägt war.

Im Januar begann das Nationale Fernsehnachrichtensystem mit dem sogenannten „Jahr der Vorbereitung auf die Verteidigung 2026“, einer Kampagne, die die Regierung von Miguel Díaz-Canel als einen Versuch präsentierte, die „militärische Unverwundbarkeit“ zu stärken und die „kampfmäßige Einsatzausübung“ der Revolutionären Streitkräfte (FAR) zu perfektionieren. 

Der militärische Vortrag fiel mit dem steigenden Druck aus Washington zusammen, nachdem der venezolanische Diktator Nicolás Maduro von US-Truppen gefangen genommen worden war, ein Ereignis, das das Kräfteverhältnis in der Karibik veränderte.

Während die Regierung von Donald Trump ihre militärische Präsenz in der Region verstärkte, appellierte die kubanische Regierung an die Sprache der ideologischen Konfrontation und versuchte, innere Kohäsion inmitten ihrer größten politischen Verwundbarkeit seit Jahrzehnten zu projizieren.

Wenig Tage später inszenierte das Regime neue Militärübungen im Rahmen des Nationalen Verteidigungstags, die als ein Zeichen von „militärischer Stärke und ideologischer Kohäsion“ präsentiert wurden. 

Analysten waren sich einig, dass die Hartnäckigkeit der Regierung in der „Guerre des gesamten Volkes“ weniger auf ein echtes Risiko einer Aggression zurückzuführen ist, sondern vielmehr auf ein politisches Bedürfnis: die ideologische Kontrolle aufrechtzuerhalten, die Bürger emotional zu mobilisieren und die Erzählung einer äußeren Belagerung zu verstärken, die ihr Festhalten an der Macht rechtfertigt. In diesem Kontext symbolisieren die Militärübungen mehr ein Theater des Widerstands als eine echte Verteidigungsstrategie.

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