„Es al jugador und nicht zu seinen Spielsteinen, den man schlagen muss“: Carolina Barrero reagiert auf einen Artikel der New York Times


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Die Aktivistin und Künstlerin aus Kuba Carolina Barrero reagierte am Dienstag auf einen aktuellen Artikel der New York Times, der angebliche Verhandlungen zwischen Washington und Havanna behandelt, in denen die Vereinigten Staaten Druck auf den Regierungschef Miguel Díaz-Canel ausüben würden.

Durch ihre sozialen Medien erklärte Barrero, dass die Information „nicht überrascht“ und dass es sich um ein „absehbares“ Szenario handelte.  

Laut seiner Interpretation des Berichts, der von der amerikanischen Zeitung unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Gespräche zitiert wurde, hätte die US-Administration die Bedingung aufgestellt, dass Díaz-Canel zurücktritt, während die kubanische Herrscherelite — einschließlich der Castro — eine Lösung suchen würde, um sicherzustellen, dass dieser Rücktritt nicht wie ein direktes Zugeständnis unter dem Druck Washingtons erscheint.

Die Nachricht […] ist schmutzig und offensichtlich, schrieb Barrero, der auch den Fokus auf einen möglichen Übergang in Frage stellte, der sich ausschließlich auf die Figur des vom General Raúl Castro bestimmten Regierungschefs konzentriert. In diesem Sinne bestand er darauf, dass das Problem nicht bei einer Person liegt, sondern in der Machtstruktur, die das politische System auf der Insel stützt.

Es ist der Spieler und nicht seine Figuren, den man schlagen muss, betonte er und hob hervor, dass Díaz-Canel „nicht mehr ist und niemals mehr war als ein Bauer“. 

Die Äußerungen von Barrero reiht sich ein in eine Welle von Reaktionen unter Kubanern sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel, die durch Skepsis gegenüber jeglichem Szenario geprägt ist, das oberflächliche Veränderungen ohne eine wirkliche Transformation des Systems beinhaltet.

In diesem Kontext verstärkt seine Haltung eine wiederkehrende Kritik: die Idee, dass der Austausch sichtbarer Machtfiguren nicht unbedingt eine demokratische Öffnung oder einen strukturellen Wandel in Kuba zur Folge hat.

Der Artikel des New York Times  hat die Debatte über den Umfang und die Absichten der Verhandlungen zwischen beiden Ländern sowie über mögliche Auswege aus der politischen und wirtschaftlichen Krise, die die Insel durchläuft, neu entfacht. 

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