Die polizeiliche Vorladung an die Mutter von Anna Bensi wird nach stundenlanger Angst und Kommunikationsunfähigkeit verschoben

Cary SilventeFoto © Facebook / Iván Daniel Calás Navarro

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Die Ungewissheit prägt weiterhin den Fall der kubanischen Aktivistin Anna Sofía Benítez Silvente, bekannt als Anna Bensi, nachdem am Dienstag die Verschiebung der polizeilichen Vorladung ihrer Mutter, Cary Silvente, bestätigt wurde, inmitten von Stunden der Stille und Besorgnis.

Laut dem Aktivisten David Siloetano gelang es der Familie schließlich, nach fast 24 Stunden ohne Nachrichten Kontakt herzustellen. „Die Schwester von Anna Sofía hat sich gerade mit ihnen in Verbindung gesetzt. Die Vorladung wurde auf morgen verschoben“, teilte er in den sozialen Medien mit und lindert damit teilweise die Angst, die durch die totale Kommunikationssperre entstanden war.

Captura de X/@DavidSiloetano

Während dieses Zeitraums wussten weder Verwandte noch enge Freunde, wo sich die Mutter und die Tochter aufhielten. Die Schwester der Aktivistin, Ghelmis Rivero, äußerte ihre Verzweiflung in Nachrichten, in denen sie erklärte, „auf allen Wegen“ versucht zu haben, Kontakt aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg, und sie machte sich Sorgen um ihre Sicherheit.

Das Schweigen war nicht zufällig. Laut in den sozialen Medien verbreiteten Anzeigen blieben beide vor der Polizeivorladung, die für diesen Dienstag angesetzt war, unerreichbar, was bei Vertrauten und Aktivisten Alarm auslöste.

Das Geschehene ist kein Einzelfall. Erst in der vergangenen Woche berichteten Anna Bensi und ihre Mutter, dass sie mehrere Stunden lang keinen Zugang zum Internet hatten, direkt nach dem Interrogation von Cary Silvente durch die Staatsicherheit. In diesem Moment gelang es beiden, die Verbindung gleichzeitig wiederherzustellen, nach einem Vorfall, der ebenfalls als eine Form von Druck interpretiert wurde.

Die aktuelle Vorladung ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die, wie die Schöpferin des Inhalts selbst berichtet hat, darauf abzielen, ihre Familie einzuschüchtern. Vor einigen Tagen wurde Silvente einem zweistündigen Verhör unterzogen und darauf hingewiesen, dass sie nur in Begleitung eines Anwalts zurückkehren dürfe.

Jetzt, da der neue Termin für morgen festgelegt ist, bleibt die Spannung darüber, was geschehen könnte, in einem Kontext bestehen, in dem Kommunikationsschwierigkeiten und Belästigungen sich erneut als Muster wiederholen.

In der Zwischenzeit bleiben Familienangehörige und Unterstützer aufmerksam, zwischen der momentanen Erleichterung über den wiederhergestellten Kontakt und der Sorge um das, was kommen wird.

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