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Die kubanische Regierung wäre bereit, Entschädigungen für Bürger und Unternehmen aus den Vereinigten Staaten für konfiszierte Eigentümer nach der Revolution von 1959 in Betracht zu ziehen, im Rahmen der laufenden Gespräche mit den Vereinigten Staaten.
Die Informationen wurden in einem exklusiven Interview veröffentlicht, das in Havanna von den Journalisten Ryan Grim und José Luis Granados Ceja geführt wurde. Die Veröffentlichung erschien in Drop Site News nach einem Treffen mit dem stellvertretenden Außenminister Carlos Fernández de Cossío am vergangenen Wochenende.
In dem Gespräch erklärte der Beamte, dass Kuba bereit sei, ein „Globalbetrag“-Entschädigungsschema vorzulegen, durch das das Land der US-Regierung zahlen würde, die sich dann um die individuellen Ansprüche kümmern würde.
Das Medium kündigte außerdem an, dass das vollständige Video des Interviews in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.
Fernández de Cossío betonte, dass eine solche Vereinbarung Teil eines umfassenderen Verständnisses sein müsste, das auch andere Themen umfasst, die zwischen beiden Ländern diskutiert werden.
Laut Angaben im Bericht gibt es etwa 6.000 anerkannten Ansprüche auf nationalisierte Eigentümer in Kuba, deren Wert sich auf mehrere Milliarden Dollar beläuft.
Der Vizeminister wies auch darauf hin, dass Kuba fordert, dass alle Verhandlungen auch die Forderungen des Landes bezüglich Schäden berücksichtigen, die durch jahrzehntelange US-Politik verursacht wurden.
Außerdem erinnerte er daran, dass Kuba nach der Revolution Ausgleichsvereinbarungen mit mehreren Ländern, darunter Kanada, Spanien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, erzielt hat, jedoch nicht mit den Vereinigten Staaten.
Der Beamte wies darauf hin, dass die aktuelle Fähigkeit Kubas, Zahlungen in erheblichem Umfang zu leisten, begrenzt ist, weshalb eine mögliche Vereinbarung von Veränderungen im wirtschaftlichen Kontext abhängen würde.
Das Interview findet inmitten von Gesprächen zwischen beiden Regierungen statt, in einem Kontext, der von politischen Spannungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf der Insel geprägt ist.
In diesem Sinne hätte die Verwaltung von Präsident Donald Trump einen Plan zur Förderung eines Regimewechsels in Kuba vorbereitet, im Rahmen einer Strategie, die wirtschaftlichen Druck, rechtliche Schritte und politische Kontakte kombiniert, so ein Bericht des Magazins The Atlantic.
Das Medium, das sich auf US-Beamte und Quellen mit direktem Wissen über die Gespräche stützt, behauptet, dass das Szenario für einen Übergang auf der Insel bereits in Gang ist und jederzeit aktiviert werden könnte.
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