Ökonom Pedro Monreal senkt die Erwartungen an das neue wirtschaftliche Dekret in Kuba



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Der kubanische Ökonom Pedro Monreal veröffentlichte diesen Donnerstag auf seinem X-Konto eine kritische Analyse des kürzlich genehmigten Decrets 127/2025, das die Funktionsweise der haushaltsfinanzierten Einheiten in Kuba reorganisiert, und warnte davor, dass die Regelung möglicherweise nur begrenzte Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes haben könnte.

In seiner Veröffentlichung war Monreal direkt: "Das Dekret 127 über die budgetierten Institutionen und die ergänzenden Normen bestätigen den konservativen Ansatz (nicht nur schrittweise) der 'Verbesserung', könnte einen modesten Effekt bei der Reduzierung der Ausgaben haben und nimmt als Vorbild das mangelhafte staatsbetriebene Unternehmen an".

Die Einschätzung des Wirtschaftsökonomen steht im Gegensatz zur offiziellen Optimismus.

Berta Iris Rojas Gatorno, Direktorin für Finanzpolitik im Ministerium für Finanzen und Preise, bezeichnete die Maßnahme als von "hoher Bedeutung" und versicherte, dass "eine Stabilität und Gleichheit zwischen dem budgetierten Sektor und dem staatlichen Unternehmenssektor erreicht werde".

Das Dekret wurde am Mittwoch im Amtsblatt von Kuba (Nr. 32 Ordinaria) veröffentlicht und wurde vom Ministerrat zusammen mit ergänzenden Beschlüssen der Ministerien für Finanzen und Preise, Arbeit und Sozialversicherung sowie Wirtschaft und Planung genehmigt.

Die Norm betrifft etwa 2.443 budgetierte Einheiten, die mehr als 50% der aktiven Arbeitskräfte im kubanischen Staatssektor konzentrieren.

Unter seinen wichtigsten Änderungen legt das Dekret erstmals eine formale rechtliche Definition für den budgetierten Sektor fest und verleiht seiner finanziellen Verwaltung Rechtspersönlichkeit.

Die Einheiten mit „besonderer Behandlung“ können ihr eigenes Entlohnungssystem basierend auf ihrer Leistung festlegen und sich somit dem staatlichen Unternehmenssektor angleichen. Außerdem können sie selbstfinanzierte Aktivitäten durchführen, ohne auf die Finanzierung durch den Staatshaushalt angewiesen zu sein.

Además dürfen die nicht direkt mit der spezifischen Tätigkeit jeder Einrichtung verbundenen Posten 30 % der Gesamtanzahl der Mitarbeiter nicht überschreiten, und das budgetierte Management wird vom Ministerium für Wirtschaft und Planung zum Ministerium für Finanzen und Preise übertragen.

Sin embargo, das Dekret schließt ausdrücklich die Sektoren Gesundheit und Bildung —die zahlreichsten und am schlechtesten bezahlten— von den bedeutendsten Vorteilen aus, was ihre tatsächliche Reichweite strukturell einschränkt.

Diese Ausschluss ist besonders relevant im Hinblick auf den Lohnkontext: Im 2025 betrug das durchschnittliche Gehalt im budgetierten Sektor etwa 5.900 Pesos, im Vergleich zu 7.331 Pesos im staatlichen Unternehmenssektor, eine Kluft, die die Abwanderung von Arbeitnehmern in den privaten Sektor fördert.

Die Kritik von Monreal folgt einem konsistenten Muster. Im März 2026 hatte der Ökonom bereits das Dekret-Gesetz 144/2026 über Allianzen zwischen staatlichen und privaten Unternehmen in Frage gestellt und argumentiert, dass es ein Bild der Öffnung erzeugte, ohne die strukturellen Grundlagen des zentralisierten Modells zu verändern.

Der makroökonomische Ausblick verstärkt die Zweifel über die tatsächlichen Auswirkungen der Norm: das bruttoinlandsprodukt Kubas fiel 2025 um 5% und summiert sich seit 2020 auf eine Kontraktion von über 15%, und die Regierung erfüllte in diesem Jahr lediglich 51% ihrer wirtschaftlichen Pläne.

The Economist Intelligence Unit prognostiziert einen weiteren Rückgang des bruttoinländischen Produkts Kubas um 7,2% im Jahr 2026, eine Zahl, die im Kontrast zu den 1% Wachstum steht, die das Regime selbst schätzt.

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