Kubanisches Privatunternehmen stellt "pelly" mit selbstgebauten Maschinen her

In Kuba produziert eine private Fabrik "Pelly" von der Marke Pikilín mit Maschinen, die von ihren eigenen Arbeitern gebaut wurden, in einem Kontext, der von Knappheit und gezwungener Innovation geprägt ist.

Produktion von Snacks in der Privatfabrik Olinés in KubaFoto © Collage Capturas Instagram / @aprendedorajeje

Ein kubanisches Privatunternehmen hat in den sozialen Medien mit seiner Innovations- und Produktionskraft überrascht. Es handelt sich um Olinés, ein kleines Unternehmen, das Extrudate (eine Art Snack, den man in Kuba "pelly" nennt) herstellt, wie das beliebte Pikilín, und dabei Maschinen verwendet, die sie selbst gebaut haben.

Der Prozess wurde in einem Video dokumentiert, das vom Content Creator @aprendedorajeje auf Instagram veröffentlicht wurde. Er besuchte die Fabrik und zeigte, wie eine Gruppe von 20 Arbeiterinnen und Arbeitern Mais in Snacks verwandelt, die, wie er beschreibt, eine Qualität von „Erster Welt“ haben.

Alles beginnt mit dem Mahlen des Maises und seiner Reinigung. Danach entfernt eine Maschine – ebenfalls vom Team entwickelt – den Keim und die Schale, um zu verhindern, dass das Endprodukt einen starken Maisgeschmack behält. Aus diesem Prozess entsteht der Grieß, der zu Pikilín verarbeitet wird.

Trotz der Schwierigkeiten im Umfeld, wie den Stromausfällen, ist es der Fabrik gelungen, dank eines eigenen Generators betriebsfähig zu bleiben.

Neben dem beliebten Snack produzieren sie auch Mehl, landwirtschaftliche Stärke und Futtermittel.

Eine der Hauptmaschinen wurde von Maikel, dem Inhaber von Olinés, entworfen und hergestellt. Sie ist verantwortlich dafür, den Mais aufzublasen und dem Extrudat die endgültige Textur zu verleihen.

Um den charakteristischen Geschmack zu erzielen, entwickelt das Team seine eigene Gewürzmischung, die Tomate, scharfe Gewürze, Knoblauch, Zwiebel, Butter, Chorizo, Käse, Schinken und Mischungen umfasst.

Das genaue Rezept wurde nicht verraten, da es sich um ein Hausgeheimnis handelt.

Olinés bietet zwei Arten von Verpackungen an: eine kostengünstigere und eine hochwertigere, die darauf abzielt, die Präsentation des Produkts zu verbessern.

Laut dem im Video festgehaltenen Zeugnis hat es Jahre des Ausprobierens, Irrtums und ständiger Innovation gekostet, um jede Phase des Prozesses zu perfektionieren.

Der Fall dieser kleinen Fabrik sticht in einem Land hervor, in dem private Initiativen weiterhin mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert sind, von Ressourcenmangel bis hin zu den strukturellen Einschränkungen des wirtschaftlichen Modells.

Dennoch zeigt das Unternehmen von Olinés, dass es selbst in einem ungünstigen Umfeld möglich ist, nationale Produktion mit Kreativität, Eigeninitiative und langfristiger Vision zu entwickeln.

Die Initiative des Unternehmens Olinés fällt in einen entscheidenden Moment für den privaten Sektor in Kuba, der inmitten des staatlichen Zusammenbruchs ein beispielloses Wachstum erlebt hat.

Según datos recientes, mehr als 9.000 private MIPYMES sind derzeit im Land tätig, und sie generieren etwa 30 % der formellen Arbeitsplätze und versorgen Sektoren, in denen der Staat zurückgeblieben ist.

Fälle wie der einer Minifabrik für Eiscreme in Granma, wo die einzige staatliche Fabrik dank private Vertragspartner überlebt, illustrieren, wie der nichtstaatliche Sektor von einer ergänzenden Option zur einzigen realistischen Alternative geworden ist, um grundlegende Dienstleistungen zu gewährleisten.

Trotz seiner positiven Auswirkungen bleibt die Regierung in einer ambivalenten Haltung.

In parteipolitischen Treffen haben hochrangige Führungskräfte anerkannt, dass sie private Unternehmer als ein "notwendiges Übel" betrachten, das aus Gründen der Bequemlichkeit toleriert wird, angesichts der Unfähigkeit des Staatsapparats, die Wirtschaft zu stützen, jedoch weiterhin Kontrolle, Grenzen und ideologische Stigmata unterliegt.

Apropos dessen haben öffentliche Persönlichkeiten wie der Musiker Yomil diesen Weg eingeschlagen, indem sie ihre eigene Energiedrinkmarke unter dem Label “Doping” ins Leben gerufen haben, was zeigt, dass die Schaffung nationaler Produkte mit unternehmerischem Denken auch den kulturellen Bereich durchdringt.

Diese Erfahrungen zeigen, dass Innovation, wenn sie die Möglichkeit hat zu gedeihen, selbst in den restriktivsten Umfeldern Raum schaffen kann.

Häufig gestellte Fragen zur Innovation in der Privatwirtschaft in Kuba

Was ist Olinés und welche Produkte stellt es her?

Olinés ist ein kubanisches Privatunternehmen, das extrudierte Snacks wie Pikilín sowie Mehl, maicena criolla und Tierfutter herstellt. Es zeichnet sich durch seine Innovationsfähigkeit aus, indem es selbst entwickelte Maschinen für die Produktion verwendet.

Wie hat es Olinés geschafft, seine Produktion trotz der Stromausfälle in Kuba aufrechtzuerhalten?

Olinés konnte weiterhin operieren, dank der Installation eines eigenen Generators, was es ihnen ermöglicht, die Produktion trotz der häufigen Stromausfälle, die das Land betreffen, aufrechtzuerhalten. Dies spiegelt ihre Anpassungsfähigkeit und Resilienz gegenüber den Widrigkeiten der Umgebung wider.

Warum ist der Fall von Olinés im wirtschaftlichen Kontext Kubas von Bedeutung?

Der Fall von Olinés ist signifikant, weil er zeigt, dass es möglich ist, nationale Produktionskapazitäten mit Kreativität und Innovation zu entwickeln, selbst in einem wirtschaftlich schwierigen Kontext wie dem in Kuba, wo private Initiativen mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert sind. Dieses Unternehmen ist ein Beispiel dafür, wie die MIPYMES zur lokalen Wirtschaft beitragen können.

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