Der russische Innenminister Wladimir Kolokoltsev hat am Montag einen offiziellen Besuch in Kuba begonnen, um die bilaterale Zusammenarbeit und die Koordination im Kampf gegen die Kriminalität zu stärken, in einem Kontext, der von intensiven diplomatischen Aktivitäten zwischen beiden Ländern geprägt ist.
Kolokoltsev wurde am internationalen Flughafen José Martí von seinem kubanischen Amtskollegen, dem General des Heeres Lázaro Alberto Álvarez Casas, und dem russischen Botschafter in Havanna, Víctor Koronelli, empfangen, berichteten russische diplomatische Quellen.
Die Botschaft Russlands in Kuba wies darauf hin, dass das Programm bilaterale Treffen und Gedenkveranstaltungen umfasst, die mit der Geschichte der Insel verbunden sind.
Im Rahmen der Agenda ehrte der russische Innenminister am 20. Januar den Sowjetischen Internationalisten-Soldaten in seinem Mausoleum in Havanna, wo er ein Blumenopfer vor der ewigen Flamme niederlegte.
Im Jahr der Veranstaltung nahmen kubanische Behörden, hohe Militärs, Mitglieder der russischen Delegation und Vertreter des diplomatischen Korps, das auf der Insel akkreditiert ist, teil, so die Kubanische Nachrichtenagentur (ACN).
Das Mausoleum für den internationalen sowjetischen Soldaten wurde 1978 eingeweiht und ist eines der Hauptsymbole für die historischen Beziehungen zwischen Kuba und der ehemaligen Sowjetunion.
Während des Tages wird Kolokoltsev auch planen, den 32 Kubanern zu gedenken, die am 3. Januar in Venezuela verstorben sind, wie das staatliche Medium berichtete.
Die Besuch des russischen Ministers findet nur wenige Tage nachdem Präsident Wladimir Putin öffentlichen Rückhalt für die kubanische Regierung bekräftigt hat, statt. Vom Kreml aus hob der Staatsoberhaupt die Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie, Verkehr und Medizin hervor und versicherte, dass Russland weiterhin Unterstützung für Havanna leisten werde, wie es in von internationalen Agenturen übermittelten Erklärungen festgehalten wurde.
Dieser Besuch fällt auch mit einem Moment der Anpassungen in der russischen Außenpolitik gegenüber Lateinamerika zusammen. Der Kreml hat kürzlich bestätigt, dass Putin nicht plant, sich kurzfristig mit der amtierenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, in Verbindung zu setzen, nach der Festnahme von Nicolás Maduro und dem Beginn einer Übergangsphase in diesem Land.
Bislang haben die kubanischen und russischen Behörden keine zusätzlichen Details zu den spezifischen Vereinbarungen bekannt gegeben, die aus dem Besuch resultieren könnten, der in starkem Maße institutionellen und protokollarischen Charakter hat.
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