Die kubanische Botschaft in Madrid wachte am vergangenen Mittwoch mit neuen Parolen gegen das Regime auf, ein Zeichen, das erneut das Unbehagen der Exilgemeinschaft in Europa verdeutlicht.
An den Außenwänden der diplomatischen Vertretung war deutlich zu lesen „Cuba Libre“ und „Patria y Vida“, neben anderen Parolen gegen die Diktatur, die mit schwarzer Farbe auf die Mauer geschrieben wurden, die zur öffentlichen Straße zeigt.
Die Bilder begannen am frühen Morgen in den sozialen Medien zu zirkulieren und wurden laut dem Aktivisten Lázaro Mireles kurz danach entfernt.
„Die castrokommunistische Botschaft in Madrid hat mit Graffiti gegen das Regime in Kuba aufgewartet, und aus Angst vor dem Terror, den sie erleben, sind sie schnell losgegangen, um sie zu entfernen“, schrieb Mireles in seinem öffentlichen Profil, wo er ein Video vom Ort teilte.
Die Graffiti erschienen im Kontext des Besuchs des US-Diplomaten Mike Hammer in der spanischen Hauptstadt, wo er ein Treffen mit mehr als 100 in Europa lebenden Kubanern, Mitgliedern der Zivilgesellschaft und Organisationen des Exils abhielt.
Während dieses Treffens betonte Hammer, dass die Zukunft der Insel von den Kubanern selbst „in Freiheit, in Ruhe und mit der Möglichkeit, wirtschaftlich zu gedeihen“, entschieden werden müsse.
Der Diplomat übermittelte die Botschaft der Administration von Präsident Donald Trump und des Außenministers Marco Rubio und bekräftigte das Engagement der Vereinigten Staaten für das kubanische Volk.
„Der Wandel in Kuba ist nicht, dass er möglich ist, sondern dass er stattfinden wird“, bestätigte er gegenüber den Anwesenden.
Obwohl es keine offizielle Bestätigung darüber gibt, wer die Schriftzüge angebracht hat, wird die Geste von vielen als ein symbolischer Ausdruck der Frustration interpretiert, die unter den Kubanern außerhalb der Insel herrscht, insbesondere in einer Zeit tiefgreifender wirtschaftlicher Krise und interner Repression.
Die Bilder der Mauer mit der Aufschrift „Cuba Libre“ weckten gemischte Gefühle unter den Emigranten, die weiterhin aufmerksam auf jedes Zeichen des Protests, sowohl im Land als auch außerhalb, achten. Für viele bleibt die Botschaft, jenseits der abgedeckten Schrift, weiterhin präsent.
Während in Madrid internationale Unterstützung und Aufrufe zu einem freien Kuba zu hören waren, verwandelten sich für einige Stunden die Wände ihrer Botschaft in einen weiteren Raum der Denunziation.
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