Der cubanische Singer-Songwriter Silvio Rodríguez und der regierungsnahe Sprecher Michel E. Torres Corona sorgten in den sozialen Medien für Aufregung, nachdem sie mit Aufrufen zur bewaffneten Auseinandersetzung auf die zunehmende politische Spannung zwischen dem cubanischen Regime und den Vereinigten Staaten reagierten.
In einem Kommentar auf seinem Blog Segunda Cita schrieb Silvio Rodríguez: „Ich fordere mein AKM, falls sie es abfeuern. Und ich möchte betonen, dass ich das sehr ernst meine“, in Bezug auf ein mögliches Szenario einer amerikanischen Militärintervention in Kuba.

Der Beitrag wurde im Kontext einer Debatte geteilt, die durch einen Artikel mit dem Titel „Kuba an der Wegscheide einer heuchlerischen Multilateralität“ von dem Autor Josué Veloz Cerrade ausgelöst wurde.
Die Reaktion des Troubadours wurde von Michel E. Torres Corona verstärkt, der in seinem Facebook-Profil Rodríguez zitierte und hinzufügte: „Und ich. Nur Feuer werden wir geben. Es lebe ein freies Kuba! Vaterland oder Tod“, wodurch der kriegerische Ton des Austauschs verstärkt wurde.
Verbale Eskalation aus Havanna
Diese Äußerungen kommen nachdem der regierende Miguel Díaz-Canel am Dienstag eine herausfordernde Ansprache hielt, in der er erklärte, dass „jeder äußere Aggressor auf einen uneinnehmbaren Widerstand stoßen wird“.
Ihre Erklärungen waren eine Antwort auf eine Reihe von jüngsten Nachrichten aus Washington, die den Druck auf das kubanische Regime erhöht haben.
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, bezeichnete Kuba als eine „gescheiterte Nation“ und erklärte, dass er intervenieren könnte.
„Wenn ich sie freilasse, nehme ich sie. Ich denke, ich kann tun, was ich will“. Außerdem betonte er die wirtschaftliche Unsicherheit der Insel und erklärte, dass das Land „kein Geld, kein Öl, nichts hat“.
Por seinerseits erklärte der Außenminister, Marco Rubio, dass die kubanische Wirtschaft „nicht funktioniert“ und schlug dem Regime vor, tiefgreifende Veränderungen an der Spitze der Macht vorzunehmen. „Sie müssen neue Leute an die Spitze setzen. Sie müssen drastische Änderungen vornehmen“.
Trump unterstützte die Gespräche von Rubio mit dem hohen Kommando der Macht auf der Insel. Er versicherte, dass die Dialoge über die Zukunft Kubas fortgesetzt werden und warnte, dass sehr bald Maßnahmen angekündigt werden könnten.
Reaktionen und Kontext
Die Äußerungen öffentlicher Personen wie Rodríguez und Torres spiegeln das Klima interner Spannungen wider, in dem sich pro-offizielle Sektoren auf die Rhetorik des bewaffneten Widerstands angesichts einer möglichen ausländischen Intervention berufen.
Dennoch stehen diese Äußerungen im Widerspruch zur täglichen Realität des Landes, die von einer tiefen Wirtschaftskrise, einem Mangel an Lebensmitteln und grundlegenden Dienstleistungen sowie zunehmendem sozialem Unmut geprägt ist.
Der Austausch in sozialen Netzwerken hat auch zu kritischen Rückmeldungen von Nutzern geführt, die die Förderung von Gewalt durch öffentlich sichtbare Personen in Frage stellen, insbesondere in einem Kontext, in dem die Zivilbevölkerung die Hauptbetroffene in jedem Konfliktszenario wäre.
Silvio Rodríguez ist 79 Jahre alt und Michel Torres ist jünger, hat aber keine militärische Erfahrung in seinem Lebenslauf.
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