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Die jüngste Enthüllung geheimer Verhandlungen zwischen Havanna und der Verwaltung von Donald Trump hat die Familie Castro erneut ins Zentrum der Macht in Kuba gerückt und die fragile offizielle Erzählung in Frage gestellt, die die Figur von Miguel Díaz-Canel an der Spitze der Gespräche legitimieren soll.
Mitten in einer tiefen Wirtschaftskrise, die von Treibstoffmangel, produktivem Zusammenbruch und der Verschlechterung der humanitären Lage geprägt ist, erscheinen die Erben des Kastros als Schlüsselfiguren in einer Strategie, die darauf abzielt, die politische Kontrolle um jeden Preis zu bewahren, während Gerüchte über einen angeblichen zivilen Übergang zur Demokratie kursieren.
Obwohl Díaz-Canel formal das Präsidentenamt innehat, war es der Herrscher selbst, der bestätigte, dass die Gespräche mit Washington von Raúl Castro, 94 Jahre alt, der nach wie vor als „historischer Führer der Revolution“ gilt, geleitet werden.
Dieser Umstand zeigt, dass die tatsächliche Macht in Kuba weiterhin bei der militärischen und familiären Elite liegt, die seit 1959 aufgebaut wurde, mit dem Konglomerat GAESA als wirtschaftlicher Rückgrat, berichtet das amerikanische Medium The New York Times an diesem Samstag.
Sin embargo, der Staatssekretär Marco Rubio hat auf die Verlässlichkeit der an die Presse durchgesickerten Informationen über diese Kontakte hingewiesen, indem er kürzlich erklärte, dass “vieles von dem, was in den Medien veröffentlicht wird, nicht vertrauenswürdig ist” und betonte, dass nur er und Präsident Trump den tatsächlichen Inhalt und das Ausmaß der laufenden Verhandlungen mit dem kubanischen Regime kennen.
In diesem neuen Szenario haben mehrere Familienmitglieder sichtbare Rollen übernommen. Raúl Guillermo Rodríguez Castro, der Enkel des ehemaligen Staatsoberhauptes, ist von einer diskreten Figur in Machtkreisen zu einem Vermittler in den Kontakten mit US-Beamten geworden. Sein kürzlicher Auftritt im staatlichen Fernsehen bestätigt eine wohlüberlegte Neupositionierung.
Por sua parte, Alejandro Castro Espín, Sohn von Raúl und historische Figur im Geheimdienstapparat, hat ebenfalls wieder an Bedeutung in den Verhandlungen gewonnen. Seine Erfahrung in der Annäherung an die Vereinigten Staaten während der Obama-Ära macht ihn zu einem Schlüsselakteur in diesem Moment der politischen Neudefinition.
Sin embargo, das auffälligste Gesicht dieser Strategie ist Óscar Pérez-Oliva Fraga, Stellvertretender Ministerpräsident und Außenhandelsminister, der die Möglichkeit angekündigt hat, dass im Exil lebende Kubaner in der Insel investieren können. Diese Maßnahme, die Jahrzehnte lang undenkbar war, zielt auf eine kontrollierte wirtschaftliche Öffnung ab, die finanziellen Spielraum schaffen soll, ohne die politische Macht aufzugeben.
Einige Analysten fragen sich bereits, ob Pérez-Oliva zu einer Figur ähnlich Delcy Rodríguez in Venezuela werden könnte: ein pragmatischeres Gesicht, das in der Lage ist, mit Washington zu kommunizieren, ohne die Struktur des Regimes zu gefährden. Sein technisches Profil und sein Nachname — ohne das direkte Gewicht von “Castro” — könnten ihn in einem möglichen Neuordnungsprozess der Macht akzeptabler machen.
No obstante, diese scheinbare Erneuerung weckt Skepsis. Statt einen Bruch darzustellen, sind viele der Ansicht, dass es sich um eine Anpassung des Systems handelt: ein Übergang von einer “revolutionären Oligarchie” zu einer “kapitalistischen Oligarchie”, bei dem dieselben Eliten die Kontrolle behalten, diesmal mit Marktmechanismen.
Für das kubanische Volk, das seit Jahren unter Mangel und fehlenden Freiheiten leidet, ist das Risiko klar: dass die wirtschaftlichen Veränderungen lediglich dazu dienen, die Eliten an der Macht zu halten, ohne eine echte Transformation des politischen Systems.
In der Zwischenzeit geht der Druck aus Washington weiter, um tiefere Reformen zu erzwingen, in einem Wettlauf, in dem die Zukunft der Insel weiterhin auf dem Spiel steht.
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