Angriffe mit Steinen auf nationale Züge setzen sich fort: Zwei Vorfälle an einem Tag gemeldet

Zwei Passagierzüge wurden an diesem Sonntag auf unterschiedlichen Strecken mit Steinen beworfen. Obwohl es keine Verletzten gab, zeigt der Vorfall die geringe Sicherheit im Eisenbahnverkehr in Kuba.

Zug in Kuba (Referenzbild)Foto © Facebook / Unión de Ferrocarriles de Cuba

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Zwei nationale Personenzüge wurden diesen Sonntag zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Regionen des Landes Opfer von Vandalismus.

Die Angriffe, bei denen Steine gegen die sich bewegenden Konvois geworfen wurden, führten zwar zu keinen Verletzten, sorgten jedoch für Alarm unter den Passagieren und dem Bahnpersonal.

Laut Informationen der Unión de Ferrocarriles de Cuba auf ihren offiziellen Kanälen

Captura Facebook / Unión de Ferrocarriles de Cuba

Der zweite Vorfall ereignete sich um 21:20 Uhr, als der Zug Nr. 12, der von Santiago de Cuba nach Havanna fährt, ebenfalls mit Steinen beworfen wurde, während er zwischen Cristino Naranjo und Fuente in der Provinz Holguín verkehrte.

Einer der Steine traf das Auto mit der Nummer 8436, genauer gesagt die Sitze 15 und 16, und drang durch ein offenes Fenster in den Waggon ein.

In diesem zweiten Fall ereignete sich der Vorfall während ein massiver Stromausfall die östliche Region Kubas beeinträchtigte, was den Vorfall als eine Form des Protests gegen das Regime nicht ausschließt.

Glücklicherweise wurden in beiden Fällen keine verletzten Passagiere gemeldet, obwohl die Projektilen ins Innere der Fahrzeuge eindrangen.

Es gab auch keine erheblichen strukturellen Schäden an den Einheiten.

Die Unión de Ferrocarriles verurteilte diese Handlungen, die sie als gefährlich und völlig inakzeptabel bezeichnete, und wies darauf hin, dass sie „das Leben von Kubanern, einschließlich Kindern und älteren Menschen, gefährden und auch den Betrieb des Eisenbahnservices beeinträchtigen“.

Die Angriffe mit Steinen auf Personenzüge sind keine Einzelfälle.

In den letzten Monaten wurden weitere ähnliche Fälle gemeldet, was Besorgnis über die Sicherheit im nationalen Schienensystem ausgelöst hat, das ohnehin bereits von materialem Verschleiß und Ressourcenmangel betroffen ist.

Der Schienenverkehr in Kuba ist Ziel einer besorgniserregenden Reihe von Vandalismusakten, die Angriffe mit Steinen auf Personenzüge und andere Formen der Aggression umfassen.

In Alquízar, Provinz Artemisa, wurde ein Zug mit Steinen beworfen, während er an der Station stand, was zu materiellen Schäden führte und bei den Passagieren Alarm auslöste.

Dieser Typ von Angriffen hat sich wiederholt, wie es auch bei einem Zug nach Guantánamo geschah, der brutal mit Steinen angegriffen wurde, was bei den Reisenden Panik auslöste.

Die Gewalt gegen den öffentlichen Verkehr beschränkt sich nicht nur auf Züge. In Havanna haben Unbekannte einen Bus in der Abenddämmerung mit Steinen beworfen, wodurch Fenster zerbrochen und die Passagiere in Gefahr gebracht wurden.

Tage zuvor wurde ein staatlicher Kleinbus ebenfalls Ziel eines Angriffs mit Steinen in der Hauptstadt, was das Leben der Insassen in Gefahr brachte.

Inmitten dieser Krise kündigten die Behörden Tests an, um Wi-Fi in den nationalen Zügen anzubieten, eine Initiative, die im Gegensatz zur Fragilität des Systems steht. Die Priorität in der digitalen Konnektivität wurde kritisiert, da viele Züge offensichtlich mit einem Risiko auf maroden Schienen fahren.

Angesichts der Zunahme von Angriffen und Unfällen hat die Regierung ihre juristische Haltung verschärft. Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass Straftaten gegen Züge und andere strategische Dienste als Sabotage gemäß dem Strafgesetzbuch behandelt werden, was die Verhängung strenger Strafen und sogar exemplarischer Maßnahmen zur Abschreckung solcher Verhaltensweisen ermöglicht.

Häufig gestellte Fragen zu Angriffen auf Züge und öffentliche Verkehrsmittel in Kuba

Welche aktuellen Vorfälle gab es mit den Zügen in Kuba?

Zwei nationale Personenzüge wurden an diesem Sonntag mit Steinen angegriffen, was bei den Passagieren und dem Bahnpersonal Besorgnis auslöste. Die Angriffe ereigneten sich in verschiedenen Regionen des Landes, führten jedoch zu keinen Verletzten oder erheblichen Sachschäden. Diese Taten wurden von der Union der Eisenbahnen von Kuba verurteilt, die sie als gefährlich und inakzeptabel bezeichnete.

Warum kommt es in Kuba zu Steinangriffen auf Züge und Busse?

Die Angriffe mit Steinen auf Züge und Busse könnten eine Form des Protests gegen das Regime sein, insbesondere in einem Kontext, in dem das öffentliche Verkehrssystem marode ist und unter Ressourcenmangel leidet. Darüber hinaus spiegeln diese vandalistischen Taten die zunehmende soziale Frustration und den Verfall der Lebensbedingungen auf der Insel wider.

Welche Maßnahmen ergreifen die kubanischen Behörden gegen diese Angriffe?

Die Behörden haben sofortige Reaktionsprotokolle aktiviert, die die Intervention der Eisenbahnpolizei und die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung zur Meldung dieser Taten umfassen. Die Bürger sind aufgefordert, jede Aggression gegen den öffentlichen Nahverkehr zu melden, und es wurde betont, wie wichtig es ist, die Überwachung zu verstärken, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.

Wie beeinträchtigen diese Angriffe das Transportsystem in Kuba?

Die Angriffe verschärfen die ohnehin schon prekäre Situation des öffentlichen Verkehrs in Kuba, wo der Mangel an Fahrzeugen und die fehlende Wartung wiederkehrende Probleme darstellen. Zudem erzeugen sie Angst und Unsicherheit unter den Fahrgästen und beeinträchtigen die Erbringung des Dienstes, da jedes außer Betrieb befindliche Fahrzeug Hunderte von Nutzern betroffen macht.

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