Die USA ignorieren Díaz-Canel und sprechen mit der wahren Macht in Kuba



Raúl Castro und Miguel Díaz-CanelFoto © Cubadebate

Der Regierungs von Estados Unidos konzentriert seine Bemühungen zur Transition in Kuba auf den wahren Machtkern des Landes und lässt den formellen Herrscher Miguel Díaz-Canel außen vor.

Axios enthüllte, dass es diskrete Kontakte zwischen dem Außenminister Marco Rubio und dem Umfeld von Raúl Castro (94 Jahre) gibt.

Laut dem Medium hat Rubio Gespräche mit Raúl Guillermo Rodríguez Castro (El Cangrejo), dem Enkel und engen Vertrauten des Armeegenerals, geführt, während der Druck von Washington auf das kubanische Regime zunimmt.

Die zitierten Quellen weisen darauf hin, dass diese Austauschaktivitäten nicht über die offiziellen Kanäle der Regierung von Havanna ablaufen.

Der Umstand, dass es keine Kontakte mit Díaz-Canel gibt, verstärkt die Wahrnehmung in Washington, dass die effektive Macht auf der Insel weiterhin bei Raúl Castro und seinem Umfeld konzentriert ist, einschließlich Sektoren, die mit dem militärisch-wirtschaftlichen Konglomerat GAESA verbunden sind.

Druck und politische Veränderungen in Kuba unter Bewertung

Der Bericht weist darauf hin, dass die Gespräche stattfinden, während die Insel eine tiefe wirtschaftliche und energetische Krise durchläuft, die sich nach der Festnahme des venezolanischen Führers Nicolás Maduro im Januar verschärft hat, der ein strategischer Verbündeter und wichtiger Öllieferant für Kuba war.

In diesem Kontext bewertet die Verwaltung des Präsidenten Donald Trump verschiedene Szenarien für den Fall Kuba.

Laut einer der zitierten Quellen besteht das erklärte Ziel der US-Politik darin, einen politischen Wandel in Kuba herbeizuführen, sofern keine Reformen wie die Freilassung politischer Gefangener, die Öffnung zu einer freien Presse und die Durchführung von Wahlen stattfinden.

Washington könnte Übergangsformeln in Betracht ziehen, die nicht unbedingt einen völligen Bruch mit allen Akteuren des aktuellen Systems bedeuten, wobei der in Venezuela begonnene Prozess als Referenz dient.

Das Außenministerium bestritt die Kontakte nicht, obwohl es vermied, Details zu kommentieren. Der kubanische Staat hingegen hat die Existenz eines hochrangigen Dialogs mit den Vereinigten Staaten bestritten, zeigt jedoch Bereitschaft zu Gesprächen, "sofern sie unter gleichen Bedingungen stattfinden".

In der Zwischenzeit unterstreicht die Ausschluss von Díaz-Canel aus diesen diplomatischen Bewegungen eine klare politische Botschaft: Für Washington liegt der entscheidende Gesprächspartner nicht im Palast der Revolution, sondern im historischen Umfeld des Kastrowismus.

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