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Polizeieinsätze gegen Bicitaxis, elektrische Tricycles und mit Pferden gezogene Wagen in Santiago de Cuba stoßen in den sozialen Medien auf Kritik, wo Bürger in Frage stellen, dass die Regierung alternative Transportmittel verfolgt, während die Bevölkerung unter einer akuten Mobilitätskrise leidet.
In dieser Hinsicht erklärte das Facebook-Profil Héroes del Moncada, das mit dem Ministerium für Inneres assoziiert ist, diesen Sonntag, dass diese Maßnahmen „auf Beschwerden und Anliegen der Bevölkerung“ reagieren und darauf abzielen, die Häufigkeit von Verkehrsunfällen zu reduzieren, von denen einige den Verlust von Menschenleben zur Folge hatten.
Laut der Veröffentlichung gehören zu den festgestellten Verstößen Tiere geführte Fahrzeuge, die ohne geeignete Bremsmechanismen oder ohne die vorgeschriebenen Lichter für die Nachtzeit fahren.
Es werden auch Verstöße gegen Artikel 96 des Straßenverkehrsgesetzes erwähnt, der Strafen für Fahrer vorsieht, die nicht im Besitz der entsprechenden Lizenz für den Fahrzeugtyp sind oder sich weigern, von den Beamten der Behörde angeordnete Tests durchzuführen.
Die Behörden gaben außerdem bekannt, dass Fahrzeuge an verbotenen Orten geparkt sind oder den Verkehr behindern, sowie Fahrzeuge, die nicht die festgelegten technischen Anforderungen erfüllen oder andere gesetzliche Bestimmungen missachten.
Dennoch erzeugte die Veröffentlichung zahlreiche kritische Reaktionen von Bürgern, die die Priorität dieser Einsätze in einem Kontext in Frage stellten, der von einem Mangel an öffentlichem Verkehr geprägt ist.
Verschiedene Kommentatoren haben darauf hingewiesen, dass Bicitaxis, Triciclos und Pferdefuhrwerke zu einem der wenigen verfügbaren Verkehrsmittel geworden sind, um die Bevölkerung inmitten des Mangel an Treibstoff und der eingeschränkten Verfügbarkeit von Fahrzeugen zu transportieren.
Andere Nutzer kritisierten die Schwierigkeiten, im Land einen Führerschein zu erhalten, und wiesen darauf hin, dass der Prozess langwierig und kostspielig sein kann für diejenigen, die auf diese Mittel als Einkommensquelle angewiesen sind.
Es gab auch Stimmen, die in Frage stellten, dass die Behörden ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, diese Transportanbieter zu sanktionieren, während andere Probleme, die das tägliche Leben der Kubaner direkt betreffen, weiterhin bestehen, wie die steigenden Lebensmittelpreise oder der Mangel an ausreichendem staatlichem Transport, um die Nachfrage zu decken.
Die Veröffentlichung des offiziellen Profils nach dem Einsatz am Mittwoch, der zu der Einziehung von über 200 Motorrädern und mindestens 20 Autos in der Stadt führte, gemäß den Beschwerden, die vom unabhängigen Journalisten Yosmany Mayeta Labrada erhalten wurden.
Der Einsatz im April übertrifft in seiner Größenordnung den vom 19. Februar, als die Behörden 181 Fahrzeuge stilllegten, darunter Motorräder, elektrische Dreiräder und Dreiradfahrzeuge im Provinzdepot von Santiago de Cuba, mit der Begründung, dass es Verstöße gegen das Gesetz 109 des Straßenverkehrsgesetzes gab.
In diesem Fall berichtete der staatliche Sender CMKC, dass die Fahrzeuge wegen falschen Parkens, Fahrens ohne Führerschein, mangelhafter technischer Verfassung und illegalen Änderungen an den Auspuffanlagen sichergestellt worden waren.
Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind besonders schwerwiegend angesichts des Zusammenbruchs des öffentlichen Verkehrs in der Provinz.
Von den 196 bestehenden Routen in Santiago de Cuba operieren nur 126 — das sind 64,3% — mit reduzierten Frequenzen aufgrund von Treibstoffmangel, Ersatzteilengpässen und dem Verfall von fast 70% der Straßen.
In dieser Lücke sind Motorräder, elektrische Dreiräder und informelle Transportwagen zur Hauptstütze der täglichen Mobilität von Tausenden von Santiago-Bewohnern geworden, die keine andere Möglichkeit haben, sich in der Stadt fortzubewegen.
Die Situation wird noch widersprüchlicher, wenn man bedenkt, dass das Ministerium für Verkehr im Februar 2026 befristete Lizenzen für Motorräder und Dreiräder ohne Nummernschilder ausgegeben hat, die bis Dezember 2026 gültig sind
Asimismo, tratándose des 24. März trat die Resolution 7/2025 des Minint in Kraft, die die Anzahl der Ziffern für Motorräder und Mopedkennzeichen von fünf auf sechs erhöhte, um Tausende von Fahrzeugen ohne Nummernschild zu regulieren.
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